10 Jahre 24-Stunden-Betreuung in Österreich

Am Beginn dieser Arbeitswoche ging es für uns gleich nach Wien. Wir nahmen an einer Informationsveranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt für 24 Stunden Betreuung teil. Die Beschreibung dieser wirkte sehr einladend und interessant und so beschlossen wir, da auch ganz aktuelle Themen besprochen wurden die uns interessierten, dass wir daran teilnehmen wollen. Der Anlass dieser […]

über Symposium 24 Stunden Betreuung Wien 16.04.2018 — Pflege Blog

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Der Pflegeregress für Pflege zu Hause gehört endlich auch abgeschafft

Der Pflegeregress für Pflege zu Hause gehört endlich auch abgeschafft

24-STUNDEN-BETREUUNG

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„Abschaffung des Pflegeregress!“, eine Schlagzeile in allen Medien, wenn wir uns an das letze Jahr erinnern. Ohne entsprechende Planung und Budgetierung der Mehrkosten nichts weiter als ein populistischer Schritt der Parteien, die im Zuge des Nationalratswahlkampfes Wählerstimmen gewinnen wollten.

Nun liegen auch die Budgetforderungen der Länder auf dem Tisch. Aus den prognostizierten 100 Mio. Euro an Mehrkosten wurden mittlerweile Forderungen bis zu 550 Mio. Euro! Ob das stimmt oder nicht, werden sich die Länder mit dem Ministerium ausschnapsen müssen (Anm. für unsere deutschen Leser: sie werden sich einigen müssen). Auf alle Fälle wird dabei beträchtlich mehr als die 100 Mio. Euro rauskommen!

Endlich beginnt man, den Blödsinn der Regierung in Frage zu stellen und Verbesserungen für die Bürger zu fordern.

Gleichbehandlung für alle Pflegebedürftigen in Österreich

Es kann ja nicht sein, dass der Pflegeregress nur für Heime gilt, oder? Vor allem, da der größte Teil unserer pflegebedürftigen Mitbürger zu Hause…

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Plötzlich Pflegefall – was nun?

Plötzlich Pflegefall – was nun?

Der Schock sitzt tief, wenn man nach einer Operation oder einem Unfall plötzlich mit einem Pflegefall nahen familiären Kreis konfrontiert ist. Das bisherige Leben ist mit einem Schlag Geschichte – und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Es muss viel organisiert werden: ein adäquates Bett, neue Medikamente, Bedarfsartikel und eine passende Betreuung für den Patienten – sei es in Form einer 24-Stunden-Pflege oder stundenweiser Heimhilfen. Folgende Schritt-für-Schritt Anleitung soll helfen derartige Situationen zu meistern.

1 – Man muss nicht alles alleine schaffen können

Kraft benötigt man ohnehin unglaublich viel, um die neu geschaffene Situation zu bewältigen. Viele Dinge müssen geregelt werden, viele Telefonate geführt werden: die Organisation ist aufwändig, um notwendige Utensilien, Medikamente und Hygieneartikel zu besorgen. Lassen Sie sich dabei von Familienangehörigen oder Freunden unterstützen.

2 – Beraten Sie sich mit Experten

Es ist ein löblicher Vorsatz den eigenen Partner pflegen und betreuen zu wollen – es ist aber gleichzeitig auch kein Fehler sich selbst etwas Zeit dafür zu geben. Holen Sie sich Hilfe von außen – wenn auch nur für ein paar Tage, Wochen oder für die ersten Monate. Ärzte beraten Sie in medizinischen Angelegenheiten, psychologische Berater besprechen mit Ihnen die mentale Herausforderung dieser Situation, Betreuungskräfte unterstützen Sie bei der operativen Tätigkeit der Pflege. Durch diese Hilfestellungen kann man sich auf die Gegebenheiten besser einstellen und so ist es später möglich Entscheidungen zu treffen, die durch Erfahrungswerte gestützt sind.

3 – Sie können nur dann pflegen, wenn Sie auch auf sich selbst schauen

Die Pflege eines Partners ist nicht nur eine physische, sondern auch psychische Herausforderung. Es gibt zahlreiche Beratungsstellen und viele Experten, die sich mit diesem Thema tagtäglich auseinandersetzen. Besprechen Sie Ihre Erfahrungen mit ihnen, stellen Sie Fragen, holen Sie Informationen ein und tauschen Sie sich aus.

Auch Selbsthilfegruppen sind für viele Personen eine annehmbare Möglichkeit sich auszutauschen und andere Perspektiven kennenzulernen. Sie müssen nicht alles ausprobieren, nur sollten Sie nicht vergessen, dass es derartige Angebote gibt.

4 – Die richtige Wahl der Unterstützung bei der Pflege

Meist weiß man zu Beginn nicht, welche Art der Unterstützung passend ist. Sie werden vom Krankenhauspersonal erste Vorschläge bekommen, zusätzlich sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

Bei welchen Tätigkeiten benötige ich Unterstützung?

Sind es fixe Elemente im Tagesablauf, bei denen eine Hilfestellung benötigt wird (zB Morgenhygiene, beim Aufstehen, beim Anziehen, etc.), oder sollte möglichst durchgehend jemand da sein, der sich um die pflegebedürftige Person kümmert (zB Sturzprävention, Unsicherheit in der Mobilität, Bettlägrigkeit etc.)? So können Sie rasch entscheiden, ob eher eine stundenweise Heimhilfe oder doch die 24-Stunden-Betreuung für Sie in Frage kommt. Bei einer Einsatzdauer von über 6 Stunden täglich übersteigt die finanzielle Belastung der stundenweisen Heimhilfe in der Regel die Kosten der 24-Stunden-Pflege.

Möchte ich eine Heimhilfe, die ich persönlich kenne?

Wenn Sie Wert darauf legen, dass die stundenweise Heimhilfe bzw. Betreuungskraft möglichst immer dieselbe Person ist, dann müssen Sie bei der Auswahl des Anbieters darauf achten, dass es keine Personalrotationen gibt. Das ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Wieviel möchte ich in der Pflege selbst organisieren?

Bei der Wahl des Anbieters von Betreuungsleistungen ist das Ausmaß der Eigenverantwortung ein zentrales Entscheidungskriterium: viele Anbieter überlassen der Familie den Großteil der Organisation und stellen Anleitungen zur Verfügung, andere übernehmen die administrativen Belange (gewerberechtliche, melderechtliche, finanztechnische Meldungen) komplett. Besprechen Sie mit Angehörigen, wieviel Eigenverantwortung Sie sich diesbezüglich zumuten möchten.

 


 

Diese Fragestellungen sollen Ihnen eine erste Orientierungshilfe geben. Wichtig dabei ist, dass Sie stets Ihre eigenen Kapazitätsgrenzen im Blickwinkel behalten. Denn nur so können Sie eine langfristige, liebevolle Begleitung eines pflegebedürftigen Menschen sicherstellen.

perfekt-betreut, Februar 2018

Demenz und Alzheimer: 10 Anzeichen und Symptome zur Früherkennung

Demenz und Alzheimer: 10 Anzeichen und Symptome zur Früherkennung

Die Früherkennung bei Alzheimer und dementiellen Krankheitsbildern ist ein wichtiges Thema für den richtigen Umgang mit Symptomatiken.

24-STUNDEN-BETREUUNG

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Mit zunehmendem Alter leiden viele Menschen unter Gedächtnisproblemen. Meist sind diese Anzeichen auf normale altersbedingte Einschränkungen zurückzuführen. Trotzdem ist es gut, über die typischen Symptome Bescheid zu wissen, um eine Alzheimer-Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen.

Meist sind es Partner und Angehörige, denen diese Anzeichen auffallen. Sie sollten keinesfalls ignoriert werden, aber es sollten auch keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Erst die Abklärung durch den Facharzt kann eine eindeutige Diagnose liefern.

Wir haben uns mit diesem Thema bereits in Demenz und Alzheimer Früherkennung auseinandergesetzt.

Im Folgenden finden Sie 10 mögliche Anzeichen für eine Alzheimer Erkrankung, die allerdings auch auch ganz normale altersbedingte Veränderungen zurückgeführt werden können.

Symptome

Und da der Großteil unserer Klienten an einer Form von Demenz in verschiedenen Stadien leidet, haben wir uns diesem Thema verschrieben und den Schwerpunkt Demenz und 24-Stunden-Betreuung ins Leben gerufen. Lesen Sie dazu mehr in Demenz und 24-Stunden-Pflege: ein völlig neues Konzept.

Das…

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Qualität in der Personenbetreuung

Qualität in der Personenbetreuung

Betreuung braucht Qualität

Personenbetreuung ist eine sehr persönliche Dienstleistung. Ein hoher Qualitätsanspruch ist daher ein wichtiges Grundprinzip für eine langfristig zufriedenstellende Betreuungssituation. Perfekt-betreut.at versucht diesem Qualitätsanspruch mit folgenden Maßnahmen konkret gerecht zu werden:

regelmäßige Besuche bei Klienten

Klienten werden in der 24-Stunden-Betreuung 1x pro Turnus besucht. Die Kontrolle der Betreuungssituation ist dabei wichtig, der Anspruch geht jedoch darüber hinaus: im Gespräch mit den Betreuungskräften und Klienten werden Optimierungsmöglichkeiten erarbeitet und eventuelle Konfliktpotentiale angesprochen, um ein harmonisches Miteinander sicherzustellen.

 

gleichbleibendes Personal

Betreuung ist eine sehr persönliche Dienstleistung, die Vertrauen als Basis braucht. Gepflogenheiten von Klienten muss man kennen, um angespannte Situationen vermeiden zu können. Häufiger Personalwechsel kann daher nicht das Rezept für eine gelungene Betreuungssituation sein. Daher wird die Stabilität und Kontinuität sowohl in der stundenweisen Betreuung, als auch in der 24-Stunden-Betreuung großgeschrieben.

faire Entlohnung, transparente Kosten

Die Transparenz in der Kostenfrage ist ein zentrales Anliegen im Hinblick auf Qualität: so können Klienten jederzeit nachvollziehen, welcher Betrag für welche Tätigkeit verwendet wurde. Damit wird nicht nur der Zahlungsprozess vereinfacht, es ist auch wichtig als gutes Beispiel voranzugehen: Betreuungskräfte sind Partner, eine faire Entlohnung ist für eine langfristig zufriedenstellende Zusammenarbeit essentiell.

 

von stundenweiser Heimhilfe über Beratungen bis hin zur 24-Stunden-Betreuung: der neue Katalog 2018 ist da!

von stundenweiser Heimhilfe über Beratungen bis hin zur 24-Stunden-Betreuung: der neue Katalog 2018 ist da!

Breites Angebot für eine optimale Unterstützung

Die Bedürfnisse in der Personenbetreuung sind sehr verschieden: von Kurzbesuchen bis hin zur klassischen 24-Stunden-Betreuung bietet perfekt-betreut.at ein breites Spektrum an Betreuungsleistungen. Egal ob am Tag, in der Nacht, wochentags oder am Sonntag: Betreuung kennt keine Öffnungszeiten. Wir übernehmen die gesamte Administration, damit eine maximale Entlastung und Unterstützung unserer Klienten gewährleistet ist.

 

Qualität in der Betreuung: konkret umgesetzt

Mit einem hohen Qualitätsanspruch werben viele, im neuen Katalog von perfekt-betreut.at wird dieser exakt formuliert:

  • kostenfreie und unverbindliche persönliche Erstgespräche: Die Betreuungssituation zu kennen und Anforderungen unserer Klienten bereits im Vorfeld zu besprechen ist ein wichtiger Aspekt in der Qualitätssicherung. Denn nur dadurch kann eine optimale Betreuerselektion gewährleistet werden.
  • ausgebildetes und erfahrenes Personal: die Zusammenarbeit mit ausgebildetem und erfahrenem Personal ist eine Grundvoraussetzung für ein harmonisches Betreuungsverhältnis.
  • regelmäßige Besuche bei unseren Klienten: wir besuchen unsere Klienten 1x/Turnus persönlich. Die Kontrolle der Betreuungssituation ist dabei wichtig, unser Anspruch geht jedoch darüber hinaus: Optimierungsmöglichkeiten werden erarbeitet und eventuelle Konfliktpotentiale angesprochen, um langfristige Zufriedenheit auf allen Seiten sicherzustellen.

 

Beratungen und Trainings

Lebenssituationen können sich aufgrund von plötzlich auftretenden Krankheiten oder Unfällen beträchtlich verändern. Die Bewältigung alltäglicher Verrichtungen ist ohne Hilfe oft nicht mehr möglich, die Hilfeleistung von nahestehenden Personen hat auch gravierende Auswirkungen auf deren bisher gelebten Alltag. Das Gefühl der Überforderung wie auch Konfliktsituationen sind oft eine unmittelbare Folge. Die diplomierte psychologische Beraterin und Gedächtnistrainerin Fr. Gabriele Harbich berät im Rahmen von Haus- oder Spitalsbesuchen in diesen herausfordernden Situationen.

  • psychologische Gesprächsführung
  • Angehörigenberatung
  • Demenzberatung
  • aktivierendes Gedächtnistraining
  • validierende Aktivierung und  Harmonisierung

 

Download Katalog perfekt-betreut.at

20.11. UNICEF-Weltkindertag: Kinder in der Pflege

20.11. UNICEF-Weltkindertag: Kinder in der Pflege

Kinder und Jugendliche, die regelmäßig ein chronisch krankes Familienmitglied pflegen sind ein globales Phänomen. In Österreich ist der Situation pflegender Kinder und Jugendlicher bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Hilfen von außen, zum Beispiel durch Freunde oder eine Pflegeperson, nehmen Kinder nur selten an.

Der Status pflegendes Kind zeigt Auswirkungen in vielen Bereichen. Vor allem im Bereich der körperlichen Auswirkungen zeigt sich, dass pflegende Kinder deutlich öfter angeben unter Müdigkeit, Schlafproblemen, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen zu leiden. Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei den Merkmalen in Bezug auf die psychische Verfassung der Kinder. Pflegende Kinder geben viel häufiger an, dass sie sich über etwas Sorgen machen oder keinen unbeschwerten Alltag durchleben können. Dies legt den Schluss nahe, dass es pflegenden Kindern schwer fällt, eine unbeschwerte Kindheit zu erleben. Pflegende Kinder fühlen sich gegenüber nicht pflegenden Kindern erwachsener, was deutlich macht, dass Auswirkungen nicht ausschließlich negativ bewertet werden können.

Eine Studie im Auftrag des Sozialministeriums hat ehemalige pflegende Kinder befragt, die eine Reihe von Bereichen benennen konnten, in denen sie sich als Kinder oder Jugendliche Unterstützung gewünscht hätten: vor allem betrifft dies ein besseres Wissen über die Erkrankung und deren Symptome, die praktische Unterstützung im pflegerischen Alltag, vor allem bezogen auf körperlich anstrengende und ekelerregende Tätigkeiten. Viele wünschten sich aus heutiger Sicht, ein Maß an Beratung bezüglich der Organisation des Pflegealltags. Viele hätten sich aus heutiger Sicht eine Anlaufstelle für pflegerische Notfälle gewünscht und später auch einen Ort, an dem ihnen in besonderen Situationen wie Tod oder Trauer, geholfen wird.

Doch wohl jede/r hätte sich gewünscht, einfach zwischendurch Kind sein zu dürfen, ohne für jemanden anderen verantwortlich zu sein. Dieser Wunsch sollte als Auftrag an unsere Gesellschaft gesehen werden, denn Kinder sollen Kinder sein dürfen.

 Perfekt-betreut.at, November 2017