Hilfe für Demenzpatienten

Hilfe für Demenzpatienten

Dementielle Erkrankungen verändern nicht nur das Leben des Betroffenen an sich, sondern auch Angehörige sind mit einer völlig unbekannten Situation konfrontiert. Es macht uns daher stolz, die Kooperation mit der ausgewiesenen Demenzexpertin und Gedächtnistrainerin Gabriele Harbich bekanntgeben zu dürfen.

Besonders die Aktivierung durch gezielten Gesprächsverlauf ist ein zentraler Bestandteil der Methodik in der Kommunikation mit an Demenz erkrankten Personen. Denn diese haben meist Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis, Erinnerungen an frühere Tage wie die eigene Kindheit bleiben dagegen oft noch bis in sehr fortgeschrittene Stadien abrufbar. Durch gezielte Fragetechniken und regelmäßige Aktivierungsübungen wird der Abbau des Erinnerungsvermögens gezielt minimiert. Wie bei physischen Beschwerden ist auch bei Demenz das kontinuierliche Training ausschlaggebend und beeinflusst den Krankheitsverlauf maßgeblich.

Aktivierungstrainings mit Gabriele Harbich können unabhängig von einem Betreuungsverhältnis in Anspruch genommen werden: auch wenn Sie selbst eine demenzkranke Person pflegen oder die Betreuung anderwärtig organisiert haben, so kann diese Beratung neue Sichtweisen öffnen, Konflikte lösen helfen, und auch wertvolle Tipps mit auf den weiteren Weg geben. Besonders wichtig ist die Anwesenheit der pflegenden Personen, damit auch sie den Gesprächsverlauf mitverfolgen können und erleben, wie die angewandten Schemata im Alltag am besten integriert werden.

Nähere Informationen finden Sie auf unserer Homepage, wo Sie auch die Möglichkeit haben eine Anfrage an Fr. Harbich zu senden. Alternativ können Sie uns natürlich auch gerne telefonisch (+43 664 48 48 243) kontaktieren.

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Verantwortung in der Personenbetreuung

Verantwortung in der Personenbetreuung

Einfach da sein? Das reicht schon lange nicht mehr!

Personen zu betreuen ist mit reichlich Verantwortung verbunden. In den meisten Fällen ist man mit dem pflegebedürftigen Menschen allein, dessen Zustand sich mal verbessert, mal verschlechtert. Oft  ist es keine leichte Aufgabe, Notsituationen richtig einzuschätzen und adäquat darauf zu reagieren. Dafür benötigt man viel Erfahrung, viel Einfühlungsvermögen und vor allem Achtsamkeit.

Kein Betreuungsfall ist einfach, denn Krankheiten können sich schlagartig ändern, man steht ständig vor neuen Herausforderungen. Manchmal muss alles rasch gehen, in anderen Situationen mag der Patient die Schnelligkeit als Stressfaktor empfinden, den es zu vermeiden gilt. Auch Stimmungsschwankungen, die viele (vor allem dementielle) Erkrankungen begleiten, können zu einer psychischen Belastungskomponente in der Betreuung werden. Der Verlauf einer Krankheit kann diese Nebenerscheinungen mit sich bringen – häufig wird man nicht mit der Dankbarkeit belohnt, die man sich in einem normalen Umfeld erwarten würde.

Dokumentation darf nicht unterschätzt werden!

Während Dokumentation im medizinischen Bereich und in der stationären Pflege ausgereift scheint, wird sie in der häuslichen Betreuung oft noch vernachlässigt. Ein schweres Defizit, das es aufzuholen gilt. Einerseits besteht die gesetzliche Pflicht der Dokumentation, andererseits wird dies in der Praxis oft nur unregelmäßig ausgeführt. Hier fehlt vielerorts noch das Bewusstsein, dass das Dokumentieren zur eigenen Absicherung der Personenbetreuer dient. Kommt es etwa zu gesundheitlichen Problemen wegen mangelnder Flüssigkeitsaufnahme, so sind die dokumentierten Anstrengungen der Personenbetreuer von großem Vorteil. Auch bei anderen körperlichen Phänomenen (zB allergische Reaktion) kann es nicht schaden, wenn man die Essensgewohnheiten des Patienten schriftlich festgehalten hat.

Personenbetreuung ist kein leicht verdientes Geld, sondern ein Beruf mit viel Verantwortung, inklusive sämtlicher Administration, die eben dazugehört. Vermeintlich leichte Betreuungsplätze können sich rasch wandeln, ein Personenbetreuer muss damit ständig rechnen. Wir schätzen die Arbeit, die von Personenbetreuern erbracht wird sehr und setzen uns für mehr Achtung und Wertschätzung dieser Tätigkeit ein.

perfekt-betreut.at

24h Betreuung mit oder ohne Agentur?

24h Betreuung mit oder ohne Agentur?

Brauche ich eine Pflegeagentur?

Als Betroffener ist man oft nicht sicher, wie man am besten und vor allem rasch eine 24h Pflege organisiert. Dazu sollte man Folgendes wissen:

Personenbetreuung ist in Österreich ein freies Gewerbe, daher hat jede/r die Möglichkeit einen Gewerbeschein für die Personenbetreuung zu lösen. Damit ist man berechtigt 24h Betreuungsdienste zu leisten.

Mit einer Agentur zusammen zu arbeiten ist daher nicht zwingend notwendig. Man kann durchaus auch privat Pfleger/innen suchen und ein direktes Betreuungsverhältnis mit diesen eingehen, ohne dass eine Agentur eingebunden ist.

Die Frage, ob man lieber mit einer Agentur oder ohne einer Agentur arbeitet, lässt sich leicht klären, indem man sich folgende Punkte überlegt:

1) Rascher Ersatz bei Ausfällen

Ist es in meiner Situation notwendig rasch einen adäquaten Ersatz zu haben, falls einmal eine Pflegekraft ausfällt (Krankheit, Nichterscheinen etc.), oder kann ich solche Situationen locker auch längerfristig überbrücken (ev. durch pflegende Angehörge)?

2) Qualitätskontrolle durch Fachpersonal

Lege ich Wert darauf, dass die Betreuung regelmäßig auch kontrolliert wird? Ist es mir wichtig, dass sich Experten den Pflegebedarf regelmäßig ansehen, um auf Veränderungen auch entsprechend reagieren zu können? Wie wichtig ist es mir, dass Aufzeichnungen der Pflegekraft immer wieder überprüft werden?

3) Übernahme der Organisation & Ansprechpartner

Wie wichtig ist es mir, einen Ansprechpartner für diese Betreuung zu haben? Sollte ein Konflikt mit der Betreuungskraft auftreten, ist es mir in diesen Situationen wichtig auf jemand Aussenstehenden zurückgreifen zu können, der die Situation mithilft zu lösen? Möchte ich die Zeit investieren, die die ganze Organisation in Anspruch nimmt, oder möchte ich das lieber abgeben?

Diese 3 Punkte sind kurz zusammengefasst der Mehrwert einer Agentur. Wie wichtig diese Serviceleistungen für jeden Einzelnen sind, ist von der Situation abhängig. Orientieren Sie sich an diesen 3 Fragen, dann wird Ihnen die Entscheidung ob mit oder ohne Pflegedienst zu arbeiten, leicht fallen.

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4 Praxistipps, damit die 24 Stunden Pflege reibungslos funktioniert

4 Praxistipps, damit die 24 Stunden Pflege reibungslos funktioniert

 

Befolgen Sie folgende Tipps, damit Sie in der 24h-Betreuung keine bösen Überraschungen erleben!

 

1. Suchen Sie nach Qualität zum fairen Preis!

Qualität in der 24 Stunden Pflege heißt:

  • dass sich eine Agentur persönlich ein Bild vom Betreuungsbedarf macht
  • dass Sie professionelle, gesetzeskonforme Verträge vorgelegt bekommen (wir prüfen gerne Ihre Verträge, unverbindlich und kostenfrei)
  • dass Ihnen die Preise exakt erklärt werden (wer erhält welchen Anteil der Gesamtsumme, wie setzt sich alles zusammen?)
  • dass Qualitätsvisiten, wenn gewünscht, von Fachleuten durchgeführt werden

 

2. Erfragen Sie alles im Vorfeld!

Wichtige Fragen, die Sie unbedingt im Vorfeld abklären sollten:

  • was passiert bei Ausfällen? Wie schnell wird für Ersatz gesorgt?
  • Welche Kosten kommen auf mich zu bei Vertragsabschluss, was sind die laufenden Kosten (inkl. Fahrtspesen, SVA-Beiträge, usw.)?
  • Was passiert, sollte die 24h Betreuung doch nicht das richtige Modell für uns sein?

 

3. Nehmen Sie sich für die Auswahl Zeit!

Meist leichter gesagt als getan, denn 24h Pflege wird oft von einem auf den anderen Tag benötigt. Es lohnt sich aber meist eine temporäre Lösung für die akute Situation zu organisieren, die vielleicht etwas teurer ist, die aber gleichzeitg mehr Zeit schafft um eine passende permanente Lösung zu finden.

4. Die Pflegekraft muss zur Krankheit passen!

Beurteilen Sie Personenvorschläge von Agenturen primär danach, ob die Pflegerin zum Pflegebedarf passt. Eine sympathische zarte Pflegekraft wird zB einen stattlich gebauten Patienten, der gehoben werden muss, langfristig nicht ohne Mühen betreuen können. Die Pflegekräfte von demenzkranken Patienten oder Patienten, die viel alleine sind, müssen gut Deutsch sprechen, denn sie werden diejenigen sein, die Termine zu koordinieren haben, die Einkäufe erledigen müssen oder vielleicht auch einmal mit einem Arzt ein Gespräch führen müssen.

Erinnerungen an die Kindheit

Erinnerungen an die Kindheit

Als Kind war ich oft auf dem Bauernhof! Eine Ziege, weiß mit braunen Flecken, die gehörte mir. Und viele Katzen waren dort – eine davon wurde sogar 18 Jahre alt! Das Bauernhaus meiner Großeltern war groß, ein schöner Hof mit vielen Blumen. Ich war immer für die Blumen zuständig, mir hat diese Arbeit großen Spaß gemacht. Mein Opa hat sich um das Mähen gekümmert, und gemeinsam waren wir für die Kühe, die Schafe, und die Hühner da. Und ich habe viel Zeit mit meiner Ziege verbracht. Sie war wie eine Freundin für mich.

Das ist alles lange her, aber ich erinnere mich gut daran. Mein Opa hatte keinen Traktor, sondern einen Ochsen. Der musste den Pflug ziehen. Das war ganz normal. Wir Kinder sind hinterher gelaufen, manchmal mussten wir auch mithelfen. Ich war so gern bei Oma & Opa auf Besuch. Da gab es immer etwas zu tun. Und spannend war es! Einmal in der Nacht musste der Tierarzt kommen, weil ein Kalb zur Welt gekommen ist. Das war im Winter, kurz vor Weihnachten. Wir konnten vor lauter Aufregung die ganze Nacht nicht schlafen! Aber das half nichts, denn der Hahn krähte uns früh morgens wieder aus dem Schlaf – die Kühe mussten gemolken werden.

Das war die schönste Zeit meines Lebens. Jetzt ist alles anders, aber vergessen werde ich das nie. Ich wünsche jedem Kind, dass es auf einem Bauernhof aufwächst. Da gibt es viel zu sehen, und ich hatte auch in der Schule immer etwas zu erzählen. Wenn uns die Lehrerin fragte was wir denn in den Ferien oder am Wochenende gemacht haben, war meine Hand schon oben. Ich war stolz darauf eine eigene Ziege zu haben und habe oft von ihr erzählt. Ich hatte eine wunderschöne Kindheit!

Anna ist demenzkrank. Sie hat viele Erinnerungslücken, erzählt aber sehr gerne von ihrer Kindheit. Die Kindheit bleibt trotz Demenz bei vielen Patienten gut in Erinnerung.

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