20.11. UNICEF-Weltkindertag: Kinder in der Pflege

20.11. UNICEF-Weltkindertag: Kinder in der Pflege

Kinder und Jugendliche, die regelmäßig ein chronisch krankes Familienmitglied pflegen sind ein globales Phänomen. In Österreich ist der Situation pflegender Kinder und Jugendlicher bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Hilfen von außen, zum Beispiel durch Freunde oder eine Pflegeperson, nehmen Kinder nur selten an.

Der Status pflegendes Kind zeigt Auswirkungen in vielen Bereichen. Vor allem im Bereich der körperlichen Auswirkungen zeigt sich, dass pflegende Kinder deutlich öfter angeben unter Müdigkeit, Schlafproblemen, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen zu leiden. Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei den Merkmalen in Bezug auf die psychische Verfassung der Kinder. Pflegende Kinder geben viel häufiger an, dass sie sich über etwas Sorgen machen oder keinen unbeschwerten Alltag durchleben können. Dies legt den Schluss nahe, dass es pflegenden Kindern schwer fällt, eine unbeschwerte Kindheit zu erleben. Pflegende Kinder fühlen sich gegenüber nicht pflegenden Kindern erwachsener, was deutlich macht, dass Auswirkungen nicht ausschließlich negativ bewertet werden können.

Eine Studie im Auftrag des Sozialministeriums hat ehemalige pflegende Kinder befragt, die eine Reihe von Bereichen benennen konnten, in denen sie sich als Kinder oder Jugendliche Unterstützung gewünscht hätten: vor allem betrifft dies ein besseres Wissen über die Erkrankung und deren Symptome, die praktische Unterstützung im pflegerischen Alltag, vor allem bezogen auf körperlich anstrengende und ekelerregende Tätigkeiten. Viele wünschten sich aus heutiger Sicht, ein Maß an Beratung bezüglich der Organisation des Pflegealltags. Viele hätten sich aus heutiger Sicht eine Anlaufstelle für pflegerische Notfälle gewünscht und später auch einen Ort, an dem ihnen in besonderen Situationen wie Tod oder Trauer, geholfen wird.

Doch wohl jede/r hätte sich gewünscht, einfach zwischendurch Kind sein zu dürfen, ohne für jemanden anderen verantwortlich zu sein. Dieser Wunsch sollte als Auftrag an unsere Gesellschaft gesehen werden, denn Kinder sollen Kinder sein dürfen.

 Perfekt-betreut.at, November 2017

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Bei Heimhilfen sollte es keinen ständigen Personalwechsel geben, da Betreuung eine sehr persönliche Dienstleistung ist

Bei Heimhilfen sollte es keinen ständigen Personalwechsel geben, da Betreuung eine sehr persönliche Dienstleistung ist

Heimhilfen sorgen sich nicht nur um den Haushalt, sondern dienen auch als Gesprächspartner, als Begleitperson zum Arzt oder für den Einkauf, als Hilfestellung bei alltäglichen Verrichtungen wie auch der Körperhygiene. All diese Dienstleistungen berühren eine sehr persönliche Ebene, denn nicht nur beim Waschen ist es unangenehm, wenn täglich andere Heimhilfen unterstützen, sondern es gibt auch Vorlieben und Hausgebräuche beim Einkauf, bei der Wohnungsreinigung, bei alltäglichen Verrichtungen.

Vor allem ist die Funktion eines Ansprechpartners, der über die eigenen Wünsche Bescheid weiß, eine wichtige Basis für einen vertrauensvollen Umgang mit einer betreuungsbedürftigen Person. Heimhilfen können sich dadurch viel eingehender mit dem Gegenüber beschäftigen, es bleibt nicht nur bei oberflächlichen Gesprächen. Durch die Ermöglichung von regelmäßigen Besuchsdiensten durch jeweils dieselbe Heimhilfe wird gewährleistet, dass sich diese nicht jedes Mal neu einarbeiten muss. Denn vor allem die Einschulung ist ein zeitraubender Faktor, der bei stabilen Personalsituationen vermieden werden kann.

Uns von perfekt-betreut.at ist es daher ein sehr großes Anliegen, dass Heimhilfen fixe Betreuungsstellen haben. So gewährleisten wir, dass Personenbetreuung zu dem wird, was es sein soll: eine persönliche Unterstützung, die situationsbezogen auf die Wünsche und Vorlieben der Klienten eingehen kann. Man kennt sich, man lacht zusammen, die räumt gemeinsam Missverständnisse aus. So stellen wir uns eine gelungene Betreuung vor.

perfekt-betreut, November 2017