Demenz und Alzheimer: Aggression und Betreuung

Symptome von Demenz und Alzheimer sind häufig ungerichtete Aggressionen. Hier erfahren Sie, wie man in der Pflege damit am besten umgeht.

Quelle: Demenz und Alzheimer: Aggression und Betreuung

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Demenz – Krankheit des Vergessens: Die 7 Demenzstadien

Demenz – Krankheit des Vergessens: Die 7 Demenzstadien

Die 7 Demenzstadien

Die Reisbergskala ist nach dem Arzt Prof. Dr. Barry Reisberg von der New York University (NYU) benannt. Sie unterteilt die Schweregrade der Alzheimer-Krankheit in sieben Klassen (bzw. Stadien) anhand von Leitsymptomen.

Vor allem für Angehörige ist es wichtig zu wissen, dass die auftretenden Symptome und Verhaltensweisen klassifiziert werden können und somit typische Erscheinungen des Krankheitsbilds Alzheimer sind.

Quelle: http://www.pflegewiki.de/wiki/Reisbergskala

Stadium 1 Keine Symptome
Stadium 2 Leichte Symptome: Subjektive  Wahrnehmung  der Vergesslichkeit,  Entscheidungsschwierigkeiten, normaler Untersuchungsbefund
Stadium 3 Leichte Symptome mit messbarem Leistungsabfall in neuropsychologischen Tests. Vom familiären Umfeld wahrgenommene Schwierigkeiten, jedoch ohne erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz. Wortfindungsstörungen, an unbekannten Orientierungslosigkeit, Reduzierte Arbeitsleistung
Stadium 4 leichte Demenz Eindeutige Defizite bezüglich Kurzzeitgedächtnisses, Gedächtnislücken des eigenen Lebenslaufes. Abnehmende Fähigkeit sich örtlich zu orientieren, mit Geld umzugehen und komplexe Aufgaben (Rechenvermögen) durchzuführen. Vermindertes Wissen über Alltagsgeschehen. Meist erhaltene Fähigkeiten: Einfache routinemäßige Arbeiten erledigen Wiedererkennen vertrauter Personen und Gesichter Orientierung zur Zeit und zurecht finden an bekannten Orten
Stadium 5 mittelschwere Demenz Feststellbare mittelschwere Einbußen führen zu Schwierigkeiten in der Alltagsbewältigung. Unterstützung wird notwendig beim Tagesablauf, Kleiderwahl, aus dem Haus gehen. Desorientiertheit von Zeit und Ort. Erinnerungsverluste der eigenen Biographie. Meist erhaltene Fähigkeiten: Kann unter Aufsicht vertraute „Aufgaben“ durchführen Erinnerungen bezüglich sich selbst oder andere teilweise erhalten sowie eigener Name oder Name des Ehepartners bzw. Kinder Selbständigkeit beim Essen und Toilettengang
Stadium 6 schwere Demenz Grundlegende Fähigkeiten der Alltagskompetenz gehen verloren. Hilfe notwendig bei der Körperpflege, Toilette, Anziehen sowie Essen. Massive Wissensverluste, Erinnerungen nur mehr bruchstückhaft vorhanden. Hochgradige Sprachverarmung. Tag- und Nachtrhythmus meist gestört. Kann nicht mehr allein gelassen werden. Meist erhaltene Fähigkeiten: Erinnerung an den eigenen Namen Unterscheidung bekannter und fremder Personen
Stadium 7 sehr schwere Demenz Endstadium – Rund-um die Uhr Betreuung notwendig. Häufig völliger Sprachverlust sowie zunehmender Verlust der Motorik (z.B. Gehen). Kann nicht mehr selbständig Essen, Schluckbeschwerden treten auf sowie Inkontinenz. Gelegentlich sind noch sprachliche Automatismen erhalten

Demenz – Krankheit des Vergessens: Was genau ist Alzheimer?

Demenz – Krankheit des Vergessens: Was genau ist Alzheimer?

Morbus Alzheimer

Was im Körper bei Alzheimer-Erkrankungen passiert

Alzheimer ist die häufigste Demenzform mit einem Anteil von ca. 60 Prozent. Benannt ist sie nach dem Psychiater Alois Alzheimer, der 1901 erstmals die beiden morphologischen Hauptcharakteristika der Krankheit entdeckte:

  • Amyloid-Plaques: körnige Eiweißablagerungen, die durch Verklumpen kurzer Proteinstücke (dem Peptid beta- Amyloid) entstehen.
  • Neurofribillen: faserige Eiweißablagerungen (des Tau-Proteins) innerhalb der Nervenzelle.

 Diese beiden Anomalien sind für zahlreiche Störungen der Hirnfunktion verantwortlich. Sie behindern die Informationsweiterleitung und -verarbeitung zwischen den Nervenzellen. Dadurch werden funktionstüchtige Zellen geschädigt und sterben ab. Das Zusammenspiel der gesamten Nervenzellen ist nun gestört und es kommt zu irreparablen Beeinträchtigungen der Hirnfunktion. Acetylcholin ist der wichtigste Neurotransmitter des peripheren und zentralen Nervensystems, das Funktionen wie Atmung, Blutdruck, Herzschlag, Verdauung sowie Stoffwechsel kontrolliert. Acetylcholin vermittelt auch Signale von den Nerven zur Muskulatur, vermittelt komplexe Funktionen und ist an der Gedächtnisbildung entscheidend beteiligt. Wenn nun im Gehirn Nervenzellen absterben, kommt es zu einem Mangel an Acetylcholin.

Auftreten und Ausbruch

Mehr als 95 Prozent der Alzheimer-Erkrankungen treten erst nach dem 65. Lebensjahr auf und haben keine eindeutige genetische Ursache. Allerdings spielen genetische Faktoren eine ausschlaggebende Rolle. Die Erforschung ist sich ziemlich einig, dass prädisponierende genetische Faktoren im Zusammenspiel mit risikoreichen Umweltbedingungen zusammen wirken.

Trotz wissenschaftlicher Forschung kennt man bis heute nicht die genauen Ursachen für den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit.

Diagnose von Alzheimer

In der Regel wird eingangs der betreuende Hausarzt aufgesucht, in weiterer Folge müssen Neurologen bzw. Geriater zugezogen werden. Die Alzheimer-Krankheit setzt nicht plötzlich ein. Sie hat einen schleichenden Beginn, verschlechtert sich allmählich und hat einen progredienten Verlauf mit einer Dauer von 20 bis 30 Jahren. Die Diagnose wird meist beim Auftreten der ersten bemerkbaren Anzeichen gestellt. Von diesem Zeitpunkt an beträgt die Dauer der Krankheit in etwa noch 8 bis 10 Jahre.

 

Symptome der Krankheit

Primär sind die Leitsymptome der Alzheimer-Krankheit: Störungen des Gedächtnisses, der Denkfähigkeit und der Sprache.

Weitere Symptome sind nicht einfach zu generalisieren, da sie bei jeden Betroffenen anders auftreten. Manche einzelne Fähigkeiten können lange erhalten bleiben, während andere sehr rasch abnehmen. Weitgehend hängt dies von Persönlichkeit, Lebensstil, Konditionierung sowie körperlichem Gesamtzustand ab. Wichtig ist jedoch, die typische Entwicklung der Alzheimer-Krankheit zu kennen, um sich auf zukünftige Etappen einzustellen. Das weltweit am häufigsten verwendete Klassifikationsinstrument der Alzheimer-Etappen ist die Global Deterioration Scale (GDS; etwa: „Allgemeine Verschlechterungsskala“) von Dr. Barry Reisberg, die sieben Stadien umfasst.

Einzelne Symptome treten (wie bereits oben beschrieben) nicht immer stadienspezifisch auf. So ist es durchaus möglich, dass ein Erkrankter ein Defizit erst im Spätstadium zeigt, obwohl es bereits im mittleren Stadium angeführt ist und umgekehrt. Einige Symptome können auch gar nicht auftreten oder in jedem Stadium. Die beschriebenen Stadien gehen meist nicht lückenlos ineinander über und während des Verlaufs einer Alzheimer-Krankheit sind auch immer wieder kurze normale Phasen zu beobachten.

Gabriele Harbich, perfekt-betreut.at

siehe auch: Demenz – Krankheit des Vergessens: Häufigkeit, Beschreibung

Demenz – Krankheit des Vergessens: Häufigkeit, Beschreibung

Demenz – Krankheit des Vergessens: Häufigkeit, Beschreibung

Demenz bringt viel Ungewissheit

Mittels Medien wird Aufklärung betrieben, trotzdem besteht noch viel Unklarheit über diese Krankheit. Die Demenz, ein neurodegeneratives Krankheitsbild, das irrreversibel ist. Lateinisch übersetzt bedeutet Demenz „ohne Geist“ bzw. Mens „ohne Verstand“ und der mittlerweile veraltete Begriff „Senilität“ war lange Zeit Ausdruck für das Vorliegen einer Demenz. Unter dem Begriff seniler Demenz versteht man heutzutage den Abbau geistiger Funktionen, die im Alter einsetzen. Die Krankheit beginnt meist schleichend und führt allmählich zu einem Verlust von Hirnsubstanz (Gehirnschwund, Hirnatrophie), der über das durchschnittliche Altersmaß hinausgeht. Nach und nach sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Bis heute unheilbar, führt die Demenz letztendlich zum Tod.

Beschreibung der Demenz

Zu Beginn der Krankheit dominieren vor allem Gedächtnisstörungen. Es kommt zu einem Defizit von kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten; ein allmählicher Verlust der funktionellen Autonomie, der Verlust von Alltagsfertigkeiten, meist mit daraus resultierenden Verhaltensauffälligkeiten. Persönlichkeitsveränderungen stellen sich ein, gefolgt von Verwirrung, Reizbarkeit und einer Verschlechterung der Sprachfähigkeit. Motorische Probleme treten auf, die den Menschen seiner körperlichen Bewegungsfreiheit berauben. Letztendlich sind einfache Reaktionen wie Schlucken oder die Kontrolle der Blase schwierig.

Häufigkeit

Derzeit gibt es rund 130.000 Demenzkranke in Österreich, zwei Drittel davon sind Frauen. Da die Lebenserwartung der österreichischen Bevölkerung steigt, wird sich die Zahl der Demenzpatient/innen bis 2050 auf bis zu 270.000 erhöhen, also nahezu verdreifachen. Im Jahr 2050 könnte jede/r zwölfte Österreicherin/Österreicher über 60 dement sein. (Erster Demenzbericht der WGKK) Weltweit leiden 47 Millionen Menschen an Demenz (WHO-Ministerkonferenz).

Die Häufigkeit zeichnet sich mit einem Anstieg ab ca. 60 Jahren ab. Die Statistiken zeigen einen graduellen Verlauf nach oben, wobei den höchsten Prozentsatz die Altersgruppe ab 80 Jahren betrifft. Eine Ausnahme stellt die familiär bedingte Alzheimer-Demenz dar, die bereits schon ab 30 Jahren auftreten kann. Der Frauenanteil liegt um 10 bis 20 Prozent höher, als der Männeranteil.

Gabriele Harbich, dipl. Gedächtnistrainern

perfekt-betreut.at, Jänner 2017

Leistungen und Preise: unser neuer Katalog 2017!

Leistungen und Preise: unser neuer Katalog 2017!

Unsere Dienstleistungen: alles auf einen Blick

Der Anspruch unseres neuen Produktkatalogs ist sämtliche Leistungen und Preise in der häuslichen Pflege und Betreuung übersichtlich und transparent darzustellen. Von der 24 Stunden Betreuung über Nachtdienste und der Ganztagesbetreuung bis hin zur Einzelstunde in der stundenweisen Betreuung: hier sehen Sie auf einen Blick mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben!

Wir garantieren auch 2017 ideale Betreuungsleistungen zu leistbaren Preisen. Vereinsmitgliedschaften, Nebengebühren oder Jahresabgaben sind bei uns kein Thema – weder in der stundenweisen Betreuung, noch in der 24 Stunden Pflege.

Die 24 Stunden Betreuung

Die Personenbetreuer werden in Form einer Tagespauschale bezahlt. Sämtliche Abgaben sind in diesem Betrag bereits enthalten. Perfekt-betreut.at arbeitet hier mit übersichtlichen und transparenten Pauschalen, was sowohl für die betreuungsbedürftige Person, wie auch für die Pflegekraft von Vorteil ist. Denn die Aufwände unterliegen hier keinen individuellen Schwankungen, sondern bleiben stabil und ermöglichen so eine langfristige Planung der Pflegefinanzierung.

Die stundenweise Betreuung

Die Personenbetreuer werden in Form einer Stundenpauschale (60 Min.) bezahlt. Sämtliche Abgaben wie auch die An- und Abreise sind in diesem Betrag bereits enthalten. Die Gesamtkosten errechnen sich aus Stundensatz mal der geleisteten Stunden. Es werden weder monatliche noch jährliche Beitragsgebühren eingehoben.

Kosten für die Pflege in der Nacht

Die Personenbetreuer werden in Form einer Nachtdienstpauschale (10 oder 12 Stunden) bezahlt. Sämtliche Abgaben wie auch die An- und Abreise sind in diesem Betrag bereits enthalten. Dienste in der Nacht können Sie regelmäßig, aber auch einmalig bzw. kurzfristig in Anspruch nehmen.

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