Das Sorglospaket in der 24 Stunden Betreuung von perfekt-betreut.at

Das Sorglospaket in der 24 Stunden Betreuung von perfekt-betreut.at

Kostenfreies Erstgespräch vor Ort:

Wir bieten unverbindliche und kostenfreie Erstgespräche vor Ort, da wir Ihre Situation für unsere Personalselektion genau kennenlernen möchten und für eine optimale Personalselektion auch kennen müssen. Eine ausführliche Beratung im Vorfeld ist genauso essentiell wie die Erhebung Ihrer Anforderungen an eine 24-Stunden-Betreuung. Das Verstehen Ihrer Wünsche ist ein zentrales Kriterium bei der Auswahl der geeigneten Betreuungskraft. Dieses ausführliche Gespräch ist uns sehr wichtig, damit wir von Beginn an passende Betreuungskräfte zur Verfügung stellen können.

 

Keine Auslagerung der Personalselektion:

Viele Agenturen kooperieren mit Fremdagenturen im Herkunftsland der Betreuungskräfte, die letztendlich die Personalselektion komplett übernehmen. Wir haben uns bewusst gegen dieses Modell entschieden, da bei dieser Schnittstelle meist wichtige Informationen verloren gehen. Wir kennen Sie und Ihre Bedürfnisse, daher sehen wir den direkten Kontakt mit Bewerbern und Bewerberinnen für eine bestmögliche Selektion als Basis für einen erfolgreichen Start in die 24-Stunden-Betreuung.  Zentrale Merkmale bei unserem mehrstufen Selektionsprozess sind neben Erfahrung und Referenzen natürlich auch konversationsfähige Deutschkenntnisse, Motivation und Verlässlichkeit.

Übernahme der gesamten Administration (inkl. Auszahlungen):

Nicht nur die Unterstützung bei administrativen Belangen (Förderansuchen, Werkverträge etc.) zu Beginn des Betreuungsverhältnisses ist Teil unseres Leistungangebots, sondern auch eine regelmäßige Hilfestellung für Familie und Betreuungskräfte während der gesamten Laufzeit der Betreuung: wir übernehmen alle Auszahlungen an die Betreuer und kümmern uns auch um Fragen zu SVA, WKO, etc.

Wir erstellen unterstützend die Honorarnoten für die Betreuungskräfte und klären sämtliche administrative Fragestellungen. Anders formuliert übersenden wir Ihnen eine Rechnung, die Sie per Erlagschein oder Internet Banking begleichen können – um alles andere kümmern wir uns.

monatliche Qualitätsvisiten:

Unsere Qualitätsvisiten durch österr. dipl. Personal sind ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit in der 24-Stunden-Betreuung: im Rahmen dieser Visiten wird die Betreuungssituation erhoben, Optimierungsmöglichkeiten werden erarbeitet und aktuelle Themen besprochen.

Unser oberstes Ziel ist eine stabile Betreuungssituation mit gleichbleibendem Personal, denn wir verstehen die Herausforderung, die ein Personalwechsel in sich birgt. Personenbetreuung ist eine sehr persönliche Dienstleistung, die Vertrauen braucht. Daher ist uns ein enger persönlicher Kontakt während der gesamten Betreuungslaufzeit wichtig. 

Erreichbarkeit gewährleistet:

Unsere Agenturnummer verbindet Sie in kein Service Center: wir sind für Sie immer da, denn in der 24h-Betreuung kann auch am Abend oder während des Wochenendes eine Situation auftreten, die man rasch klären muss.

Mehr Informationen zu unserem Rundum-Sorglospaket erhalten Sie auf: http://www.perfekt-betreut.at/24-stunden-betreuung.html

perfekt-betreut.at, August 2018

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Hilfe für den Alltag: kleine Änderungen können Großes bewirken

Hilfe für den Alltag: kleine Änderungen können Großes bewirken

Oft sind es Kleinigkeiten, die den Alltag beschwerlich machen: das Aufstehen, die Körperhygiene, das Niederlegen, die Stufen rauf oder runter zu steigen. Hier fühlt man sich unsicher, ist vielleicht schon einmal gestürzt oder hat das Gleichgewicht verloren.

Auch für pflegende Angehörige ist eine Hilfeleistung in diesen kritischen Situationen eine Stütze: mit Unterstützung geht man schon ganz anders an die Sache ran und das Baden, der Einkauf oder die Transferleistung ins Bett gehen viel leichter und vor allem auch sicherer von der Hand.

Die Bewältigung dieser kleinen Hindernisse kann jedoch große Fortschritte für den Alltag bedeuten: Spaziergänge werden wieder leichter möglich, durch einen regelmäßigen Tagesablauf steigt das Selbstwertgefühl und ein ganz zentrales Gestaltungselement nimmt wieder Einzug in das tägliche Leben: die Vorfreude auf eine Aktivität, die Vorfreude mit jemandem Zeit verbringen zu können, die Vorfreude auf Spaß am Leben.

Durch Ausflüge begegnet man neuen Menschen, führt das eine oder andere Gespräch. Es müssen nicht immer gleich tiefgehende Freundschaften daraus entstehen, nur erleichtert ein Austausch über Sorgen und Gedanken, die man mit sich herumträgt oft die festgefahrene Situation: man lernt neue Perspektiven auf die eigene Situation kennen und kann sich austauschen, sich auch Themen anderer beschäftigen.

Unser Videobeitrag erzählt vom regelmäßigen Spaziergang im Park, der den Alltag wieder lebenswert macht: Kinder werden am Spielplatz beobachtet, und der Weg führt auch an der Yoga-Gruppe  vorbei, die dort ihre Übungen macht.

Eine kleiner Veränderung im täglichen Ablauf, die Großes bewirkt.

perfekt-betreut, Februar 2018

von stundenweiser Heimhilfe über Beratungen bis hin zur 24-Stunden-Betreuung: der neue Katalog 2018 ist da!

von stundenweiser Heimhilfe über Beratungen bis hin zur 24-Stunden-Betreuung: der neue Katalog 2018 ist da!

Breites Angebot für eine optimale Unterstützung

Die Bedürfnisse in der Personenbetreuung sind sehr verschieden: von Kurzbesuchen bis hin zur klassischen 24-Stunden-Betreuung bietet perfekt-betreut.at ein breites Spektrum an Betreuungsleistungen. Egal ob am Tag, in der Nacht, wochentags oder am Sonntag: Betreuung kennt keine Öffnungszeiten. Wir übernehmen die gesamte Administration, damit eine maximale Entlastung und Unterstützung unserer Klienten gewährleistet ist.

 

Qualität in der Betreuung: konkret umgesetzt

Mit einem hohen Qualitätsanspruch werben viele, im neuen Katalog von perfekt-betreut.at wird dieser exakt formuliert:

  • kostenfreie und unverbindliche persönliche Erstgespräche: Die Betreuungssituation zu kennen und Anforderungen unserer Klienten bereits im Vorfeld zu besprechen ist ein wichtiger Aspekt in der Qualitätssicherung. Denn nur dadurch kann eine optimale Betreuerselektion gewährleistet werden.
  • ausgebildetes und erfahrenes Personal: die Zusammenarbeit mit ausgebildetem und erfahrenem Personal ist eine Grundvoraussetzung für ein harmonisches Betreuungsverhältnis.
  • regelmäßige Besuche bei unseren Klienten: wir besuchen unsere Klienten 1x/Turnus persönlich. Die Kontrolle der Betreuungssituation ist dabei wichtig, unser Anspruch geht jedoch darüber hinaus: Optimierungsmöglichkeiten werden erarbeitet und eventuelle Konfliktpotentiale angesprochen, um langfristige Zufriedenheit auf allen Seiten sicherzustellen.

 

Beratungen und Trainings

Lebenssituationen können sich aufgrund von plötzlich auftretenden Krankheiten oder Unfällen beträchtlich verändern. Die Bewältigung alltäglicher Verrichtungen ist ohne Hilfe oft nicht mehr möglich, die Hilfeleistung von nahestehenden Personen hat auch gravierende Auswirkungen auf deren bisher gelebten Alltag. Das Gefühl der Überforderung wie auch Konfliktsituationen sind oft eine unmittelbare Folge. Die diplomierte psychologische Beraterin und Gedächtnistrainerin Fr. Gabriele Harbich berät im Rahmen von Haus- oder Spitalsbesuchen in diesen herausfordernden Situationen.

  • psychologische Gesprächsführung
  • Angehörigenberatung
  • Demenzberatung
  • aktivierendes Gedächtnistraining
  • validierende Aktivierung und  Harmonisierung

 

Download Katalog perfekt-betreut.at

20.11. UNICEF-Weltkindertag: Kinder in der Pflege

20.11. UNICEF-Weltkindertag: Kinder in der Pflege

Kinder und Jugendliche, die regelmäßig ein chronisch krankes Familienmitglied pflegen sind ein globales Phänomen. In Österreich ist der Situation pflegender Kinder und Jugendlicher bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Hilfen von außen, zum Beispiel durch Freunde oder eine Pflegeperson, nehmen Kinder nur selten an.

Der Status pflegendes Kind zeigt Auswirkungen in vielen Bereichen. Vor allem im Bereich der körperlichen Auswirkungen zeigt sich, dass pflegende Kinder deutlich öfter angeben unter Müdigkeit, Schlafproblemen, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen zu leiden. Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei den Merkmalen in Bezug auf die psychische Verfassung der Kinder. Pflegende Kinder geben viel häufiger an, dass sie sich über etwas Sorgen machen oder keinen unbeschwerten Alltag durchleben können. Dies legt den Schluss nahe, dass es pflegenden Kindern schwer fällt, eine unbeschwerte Kindheit zu erleben. Pflegende Kinder fühlen sich gegenüber nicht pflegenden Kindern erwachsener, was deutlich macht, dass Auswirkungen nicht ausschließlich negativ bewertet werden können.

Eine Studie im Auftrag des Sozialministeriums hat ehemalige pflegende Kinder befragt, die eine Reihe von Bereichen benennen konnten, in denen sie sich als Kinder oder Jugendliche Unterstützung gewünscht hätten: vor allem betrifft dies ein besseres Wissen über die Erkrankung und deren Symptome, die praktische Unterstützung im pflegerischen Alltag, vor allem bezogen auf körperlich anstrengende und ekelerregende Tätigkeiten. Viele wünschten sich aus heutiger Sicht, ein Maß an Beratung bezüglich der Organisation des Pflegealltags. Viele hätten sich aus heutiger Sicht eine Anlaufstelle für pflegerische Notfälle gewünscht und später auch einen Ort, an dem ihnen in besonderen Situationen wie Tod oder Trauer, geholfen wird.

Doch wohl jede/r hätte sich gewünscht, einfach zwischendurch Kind sein zu dürfen, ohne für jemanden anderen verantwortlich zu sein. Dieser Wunsch sollte als Auftrag an unsere Gesellschaft gesehen werden, denn Kinder sollen Kinder sein dürfen.

 Perfekt-betreut.at, November 2017

Bei Heimhilfen sollte es keinen ständigen Personalwechsel geben, da Betreuung eine sehr persönliche Dienstleistung ist

Bei Heimhilfen sollte es keinen ständigen Personalwechsel geben, da Betreuung eine sehr persönliche Dienstleistung ist

Heimhilfen sorgen sich nicht nur um den Haushalt, sondern dienen auch als Gesprächspartner, als Begleitperson zum Arzt oder für den Einkauf, als Hilfestellung bei alltäglichen Verrichtungen wie auch der Körperhygiene. All diese Dienstleistungen berühren eine sehr persönliche Ebene, denn nicht nur beim Waschen ist es unangenehm, wenn täglich andere Heimhilfen unterstützen, sondern es gibt auch Vorlieben und Hausgebräuche beim Einkauf, bei der Wohnungsreinigung, bei alltäglichen Verrichtungen.

Vor allem ist die Funktion eines Ansprechpartners, der über die eigenen Wünsche Bescheid weiß, eine wichtige Basis für einen vertrauensvollen Umgang mit einer betreuungsbedürftigen Person. Heimhilfen können sich dadurch viel eingehender mit dem Gegenüber beschäftigen, es bleibt nicht nur bei oberflächlichen Gesprächen. Durch die Ermöglichung von regelmäßigen Besuchsdiensten durch jeweils dieselbe Heimhilfe wird gewährleistet, dass sich diese nicht jedes Mal neu einarbeiten muss. Denn vor allem die Einschulung ist ein zeitraubender Faktor, der bei stabilen Personalsituationen vermieden werden kann.

Uns von perfekt-betreut.at ist es daher ein sehr großes Anliegen, dass Heimhilfen fixe Betreuungsstellen haben. So gewährleisten wir, dass Personenbetreuung zu dem wird, was es sein soll: eine persönliche Unterstützung, die situationsbezogen auf die Wünsche und Vorlieben der Klienten eingehen kann. Man kennt sich, man lacht zusammen, die räumt gemeinsam Missverständnisse aus. So stellen wir uns eine gelungene Betreuung vor.

perfekt-betreut, November 2017

Wer es sich nicht leisten kann, muss ins Heim: was im Pflegesystem Österreich nicht stimmt

Wer es sich nicht leisten kann, muss ins Heim: was im Pflegesystem Österreich nicht stimmt

Menschen, die sich eine Betreuung zu Hause nicht leisten können, bleibt meist nur ein Heimplatz als Alternative. Doch das kostet dem Staat viel mehr Geld, als würde man die Betreuung zu Hause finanziell entsprechend unterstützen.

Wie betreut wird können nur Wohlhabende frei wählen

Jeder Pflegefall ist unterschiedlich, daher ist die Art und Weise, wie Pflege organisiert wird, eine individuelle Entscheidung. Die familiären Rahmenbedingungen sind hier genauso eine wichtige Entscheidungsgrundlage wie die finanziellen Möglichkeiten und die Vereinbarkeit eines pflegenden Angehörigen mit beruflichen Verpflichtungen. Dazu kommt noch, dass sich Krankheitsbilder sehr rasch ändern können und auf neue Situationen unmittelbar reagiert werden muss, da die Bedürftigkeit plötzlich und unerwartet eintreten kann.

Heimplätze sind mit hohen Kosten verbunden

Von einem Sozialstaat wie Österreich würde man sich erwarten, dass vor allem kostengünstigere Modelle wie die Betreuung zu Hause finanziell in einem Ausmaß unterstützt werden, sodass diese Betreuungsformen auch für Personen mit geringeren Einkommen leistbar werden. Dem ist aber nicht so – ganz im Gegenteil: eine Berücksichtigung der persönlichen Einkommensverhältnisse findet im Pflegesystem nur sehr eingeschränkt statt. Sind die finanziellen Mittel für eine Betreuung in den eigenen vier Wänden nicht vorhanden, so bleibt nur noch der Weg ins Heim. Bei diesem System ist jedoch nicht nur der Betroffene der Verlierer, sondern auch der Sozialstaat. Denn ein Heimplatz kostet dem Steuerzahler pro Monat zwischen 2.500 EUR und 4.840 EUR!

Fehlende Unterstützung für die Pflege zu Hause

Es ist daher unverständlich, warum es bis heute keine Unterstützung gibt, die auch einkommensschwachen Familien eine Betreuung zu Hause ermöglichen. Die derzeit vorgesehene Förderung in Höhe von 550 EUR reicht für viele Betroffene nicht aus, als einzige Alternative jedoch einen teuren Heimplatz – meist gegen den Willen der Betroffenen – anzubieten freut lediglich die Heimbetreiber.

In Österreich muss es möglich sein, dass jede Familie entscheiden kann, welche Betreuungsform die beste für ihre Angehörigen ist. Nicht aus finanziellen Gründen, sondern aufgrund des Krankheitsbildes, der Organisation, und nicht zuletzt auch aufgrund der Präferenzen des Betroffenen.

Für diese Umverteilung braucht es keine Diskussion über Erbschaftssteuer oder andere Formen der Gegenfinanzierung – eine gerechtere Aufteilung der vorhandenen Mittel würde vielen Menschen mehr Entscheidungsfreiheit zurückgeben und Wohlbefinden sicherstellen.

Wolfgang Kutschera, perfekt-betreut.at, September 2017

Pflege im Wahlkampf 2017: jeder will was ändern!

Pflege im Wahlkampf 2017: jeder will was ändern!

Pflege in den Wahlprogrammen

Liest man die Wahlprogramme der antretenden Parteien, so wird das Thema Pflege in sämtlichen Bewegungen als zentrales Anliegen angeführt. Die bisherigen Regierungsparteien streichen die bereits umgesetzte Eliminierung des Pflegeregresses hervor, trotzdem orten auch sie weiteren Veränderungsbedarf im Pflege- und Betreuungssektor.

Und ja, den gibt es! Pflege ist eine sehr zeitintensive Tätigkeit, oftmals sind etliche Stunden tagtäglich aufzubringen, um eine adäquate Versorgung einer pflegebedürftigen Person sicherzustellen. Pflegende Angehörige wissen genau, wie intensiv und wenig planbar Pflege ist. Denn die zu verrichtenden Tätigkeiten müssen auf den gesamten Tag, je nach Bedürfnis des Patienten, verteilt werden. Dass dies in vielen Fällen mit dem Berufsleben, das meist auf die Prinzipien Pünktlichkeit sowie fixe Arbeitszeiten baut, nicht vereinbar ist, verwundert nicht weiter.

Pflege ist zeitaufwändig, daher nicht billig

Aus diesem Grund stehen Angehörige oft rasch vor einer schwierigen Entscheidung: soll die pflegebedürftige Person im Familienverband gepflegt werden, oder sucht man Unterstützung, um die berufliche Tätigkeit aufrechterhalten zu können? Jede Variante ist eine Herausforderung und erfordert viel Kraft – und egal welche Entscheidung man trifft: Pflege ist teuer. Entscheidet man sich gegen den Job, so ist nicht nur der Einkommensverzicht zu berücksichtigen, sondern meist auch die Chance auf eine Wiedereinstellung zu einem späteren Zeitpunkt. Möchte man Unterstützung in Anspruch nehmen, um der Arbeit nachgehen zu können, so ist dieser finanzielle Mehraufwand erheblich: nicht weil Pflegekräfte so gut verdienen, sondern weil die Tätigkeit viel Zeit in Anspruch nimmt und Dienste von über 100 Stunden im Monat keine Seltenheit sind.

 

Das Problem mit der sozialen Gerechtigkeit

Derzeit sucht man bei der finanziellen Unterstützung im Pflegefall eine soziale Staffelung vergebens. Die Einstufung in die Pflegestufen 1 bis 7 schreibt den finanziellen Betrag vor, den man als Unterstützung für den Mehraufwand im Pflegefall erhält. Dass diese Zahlungen jahrelang nicht valorisiert wurden ist hinlänglich bekannt, eine adäquate Betreuung der pflegebedürftigen Person kann durch diese Beiträge bei Weitem nicht abgedeckt werden. In diesem Zusammenhang soll die zusätzliche Förderung der 24-Stunden-Betreuung nicht unerwähnt bleiben; das Problem, dass sich Personen mit niedrigen Einkommen die Art der Betreuung nicht aussuchen können, wird dadurch jedoch nicht entschärft.

 

Für schwächere Einkommen bleibt nur das Heim

Pflegebedürftige Personen, die den Betreuungsbedarf mit Eigenmitteln nicht abdecken können, werden der Wahlfreiheit beraubt, wo sie ihren Lebensabend verbringen möchten. Denn die Betreuung in den eigenen vier Wänden bleibt aus finanziellen Gründen verwehrt, obwohl diese Betreuungsform die kostengünstigste Form für das Sozialsystem ist. Diese Menschen müssen – oft gegen ihren Willen – in ein Heim. Dieser Missstand muss beseitigt werden, da er nicht notwendig ist und leicht vermeidbar wäre.

Ja, es gibt auch Patienten, die gerne im Heim wohnen und man kann auch über das 24-Stunden-Betreuungssystem diskutieren. Aber es wäre ganz wichtig, dass jede Familie grundsätzlich für sich entscheiden kann, in welcher Form ihre Angehörige betreut werden sollen. Und das alles geht ohne Mehrkosten und die Diskussion einer Gegenfinanzierung, es ist lediglich eine Frage der gerechten Verteilung vorhandener Mittel.

 

Wolfgang Kutschera, perfekt-betreut.at, September 2017