5 Jahre perfekt-betreut: Unterstützung für Senioren im Alltag

5 Jahre perfekt-betreut: Unterstützung für Senioren im Alltag

perfekt-betreut feiert Geburtstag. Wir haben Hrn. Kutschera, Leiter der Organisation für Seniorenbetreuung, Haushaltshilfe und 24-Stunden-Pflege, zum Gespräch gebeten.

 

Sie bieten Unterstützung im Alltag an: von der stundenweisen Heimhilfe über die Tagesbetreuung bis hin zur klassischen 24-Stunden-Betreuung. Welcher Bereich ist aus Ihrer Sicht am herausforderndsten?

In der Betreuung muss die organisatorische Komponente in vielerlei Hinsicht funktionieren: Verlässlichkeit steht an oberster Stelle, da unsere Klienten auf die Betreuungsdienste angewiesen sind. Hier ist im Bedarfsfall (z.B. im Krankheitsfall des Pflegepersonals) eine rasche Reaktion erforderlich, um Stabilität sicherstellen zu können. Das wichtigste Instrument dafür ist Kommunikation: es ist unsere Aufgabe die Bedürfnisse der Klienten, aber auch des Betreuungspersonals zu kennen, um für Zufriedenheit auf beiden Seiten zu sorgen. Das gilt sowohl für die Kurzbesuche einer Heimhilfe, wie auch für Tagesbetreuungen oder die 24-Stunden-Betreuung: Betreuung und Pflege sind generell sehr intime und persönliche Dienstleistungen.

 

perfekt-betreut hat sich Transparenz und faire Rahmenbedingungen auf die Fahnen geschrieben. Vor allem in der 24-Stunden-Pflege werden nach wie vor immer wieder Missstände medial aufgezeigt. Kämpfen Sie da allein auf weiter Flur?

Die Rahmenbedingungen in der 24-Stunden-Betreuung haben sich in den letzten Jahren entschieden verbessert, hier wurden einige Initiativen vom Gesetzgeber, WKO etc. gestartet. Wir sind auch in Kontakt mit anderen Anbietern, die viel in die Qualität ihrer Arbeit investieren. Ich persönlich sehe das Hauptproblem nach wie vor bei der Beauftragung von Partneragenturen im Ausland, welche die Personalsuche übernehmen. Dadurch wird nicht nur unnötig eine zusätzliche Schnittstelle geschaffen, sondern in Wahrheit auch eine Kernkompetenz und damit viel Kontrolle abgegeben: ich möchte genau wissen wer als Betreuungskraft kommt, wie gut die Sprachkenntnisse sind, wieviel Erfahrung diese Person mit diversen Krankheitsbildern hat etc. Dieser Anspruch erlaubt es mir nicht die Personalsuche auszulagern, die zugegeben teilweise sehr zeitintensiv ist. Auch ist es zeitintensiv während des Betreuungsverhältnisses regelmäßige Qualitätsvisiten abzustatten, aber auch das muss als Investition in eine qualitativ hochwertige Betreuungsleistung gesehen werden.

5 Jahre sind nun seit dem Beginn von perfekt-betreut vergangen. Was hat sich in dieser Zeit verändert?

Ich denke mit Stolz behaupten zu können, dass wir uns in dieser Zeit einen guten Ruf erarbeitet haben. Klienten wie Interessenten wissen, dass wir uns Mühe geben und man Qualität erwarten kann. Wir nutzen jeden Tag um weiter zu lernen, und all das funktioniert nur mit einem Team, das die richtige Einstellung mitbringt: Verlässlichkeit, Motivation, und die Gabe Menschen zuzuhören um Lösungen zu erarbeiten. Dieses Team habe ich, und das macht uns erfolgreich.

 

zur Organisation: Perfekt-betreut wurde im Jahr 2014 gegründet und bietet neben der Hilfe im Haushalt durch Heimhilfen auch Tagesbetreuungen, Nachtbetreuungen sowie 24-Stunden-Betreuungen für Senioren wie hilfsbedürftigen Menschen an. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über das Wiener Stadtgebiet und Niederösterreich. Besonderen Wert wird auf das persönliche Service gelegt (eigene Personalsuche, konkrete Ansprechpartner, verlässliche Erreichbarkeit etc.), aber auch Transparenz und faire Arbeitsbedingungen sind Grundprinzipien der Organisation.

perfekt-betreut.at, August 2019

#24-Stunden-Betreuung #Alltag #Hilfe #Unterstützung #Seniorenbetreuung #Pflege #Heimhilfe #Besuchsdienste

Förderung der 24-Stunden-Betreuung in Österreich

Förderung der 24-Stunden-Betreuung in Österreich

In Österreich besteht die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung bei Inanspruchnahme einer 24-Stunden-Betreuung. Dafür müssen jedoch gewissen Voraussetzungen vorliegen. Welche das sind, wie die Antragsstellung vor sich geht und was sonst noch zu tun ist, um die Förderung beziehen zu können, das erklären wir Ihnen hier:

 

Voraussetzungen für die Förderung einer 24 Stunden Betreuung – betreuungsbedürftige Person:

 

  • der Anspruch für einen Bezug des Pflegegelds ab Stufe 3 muss vorliegen. Für die Pflegestufen 3 und 4 ist bei Inanspruchnahme einer 24 Stunden Betreuung eine ärztliche Bestätigung vorzulegen, dass eine 24 Stunden Betreuung aufgrund des Krankheitsbilds benötigt wird. Ab der Stufe 5 wird in aller Regel von der Notwendigkeit dieser Betreuungsform ausgegangen. Ausnahmen von der Verpflichtung der ärztlichen Bestätigung gelten für dementielle Krankheitsbilder (Bsp. Morbus Alzheimer).

  • das Nettoeinkommen der pflegebedürftigen Person darf die Grenze von 2.500 Euro monatlich nicht übersteigen. Diese Grenze erhöht sich für jeden unterhaltsberechtigten Angehörigen um 400 Euro. Nicht zum Einkommen zählen u.a. das Pflegegeld, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld oder auch die Wohnbeihilfe.  Das Vermögen bleibt prinzipiell unberücksichtigt.

 

Voraussetzungen für die Förderung einer 24 Stunden Betreuung – Betreuungskraft:

  • die Betreuungskraft muss eine Vollversicherung in Österreich nachweisen (in der Regel ist das die aufrechte SVA-Anmeldung bei selbständigen Betreuungskräften)
  • die Betreuungskraft muss ihr aufrechtes Gewerbe in Österreich nachweisen (GISA-Auszug)
  • zusätzlich ist die Betreuungskraft melderechtlich zu erfassen, d.h. der Einsatzort muss im zentralen Melderegister (ZMR) als Nebenwohnsitz eingetragen werden

 

Förderhöhe bei selbständigen Betreuungskräften:

  • 275 Euro pro Monat und Betreuungskraft
  • Maximal 550 Euro pro Monat (dies entspricht zwei Betreuungskräften)

 

Wie beantragt man nun die Förderung?

Für die Beantragung stellt das Sozialministeriumservice ein eigenes Antragsformular auf seiner Homepage zur Verfügung. Der Antrag sollte zeitnah zum Betreuungsbeginn eingereicht werden.

Weitere Infos zum Thema 24 Stunden Betreuung erhalten Sie auf  sozialministeriumservice.at

perfekt-betreut.at, Februar 2019

Plötzlich Pflegefall – was nun?

Plötzlich Pflegefall – was nun?

Der Schock sitzt tief, wenn man nach einer Operation oder einem Unfall plötzlich mit einem Pflegefall nahen familiären Kreis konfrontiert ist. Das bisherige Leben ist mit einem Schlag Geschichte – und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Es muss viel organisiert werden: ein adäquates Bett, neue Medikamente, Bedarfsartikel und eine passende Betreuung für den Patienten – sei es in Form einer 24-Stunden-Pflege oder stundenweiser Heimhilfen. Folgende Schritt-für-Schritt Anleitung soll helfen derartige Situationen zu meistern.

1 – Man muss nicht alles alleine schaffen können

Kraft benötigt man ohnehin unglaublich viel, um die neu geschaffene Situation zu bewältigen. Viele Dinge müssen geregelt werden, viele Telefonate geführt werden: die Organisation ist aufwändig, um notwendige Utensilien, Medikamente und Hygieneartikel zu besorgen. Lassen Sie sich dabei von Familienangehörigen oder Freunden unterstützen.

2 – Beraten Sie sich mit Experten

Es ist ein löblicher Vorsatz den eigenen Partner pflegen und betreuen zu wollen – es ist aber gleichzeitig auch kein Fehler sich selbst etwas Zeit dafür zu geben. Holen Sie sich Hilfe von außen – wenn auch nur für ein paar Tage, Wochen oder für die ersten Monate. Ärzte beraten Sie in medizinischen Angelegenheiten, psychologische Berater besprechen mit Ihnen die mentale Herausforderung dieser Situation, Betreuungskräfte unterstützen Sie bei der operativen Tätigkeit der Pflege. Durch diese Hilfestellungen kann man sich auf die Gegebenheiten besser einstellen und so ist es später möglich Entscheidungen zu treffen, die durch Erfahrungswerte gestützt sind.

3 – Sie können nur dann pflegen, wenn Sie auch auf sich selbst schauen

Die Pflege eines Partners ist nicht nur eine physische, sondern auch psychische Herausforderung. Es gibt zahlreiche Beratungsstellen und viele Experten, die sich mit diesem Thema tagtäglich auseinandersetzen. Besprechen Sie Ihre Erfahrungen mit ihnen, stellen Sie Fragen, holen Sie Informationen ein und tauschen Sie sich aus.

Auch Selbsthilfegruppen sind für viele Personen eine annehmbare Möglichkeit sich auszutauschen und andere Perspektiven kennenzulernen. Sie müssen nicht alles ausprobieren, nur sollten Sie nicht vergessen, dass es derartige Angebote gibt.

4 – Die richtige Wahl der Unterstützung bei der Pflege

Meist weiß man zu Beginn nicht, welche Art der Unterstützung passend ist. Sie werden vom Krankenhauspersonal erste Vorschläge bekommen, zusätzlich sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

Bei welchen Tätigkeiten benötige ich Unterstützung?

Sind es fixe Elemente im Tagesablauf, bei denen eine Hilfestellung benötigt wird (zB Morgenhygiene, beim Aufstehen, beim Anziehen, etc.), oder sollte möglichst durchgehend jemand da sein, der sich um die pflegebedürftige Person kümmert (zB Sturzprävention, Unsicherheit in der Mobilität, Bettlägrigkeit etc.)? So können Sie rasch entscheiden, ob eher eine stundenweise Heimhilfe oder doch die 24-Stunden-Betreuung für Sie in Frage kommt. Bei einer Einsatzdauer von über 6 Stunden täglich übersteigt die finanzielle Belastung der stundenweisen Heimhilfe in der Regel die Kosten der 24-Stunden-Pflege.

Möchte ich eine Heimhilfe, die ich persönlich kenne?

Wenn Sie Wert darauf legen, dass die stundenweise Heimhilfe bzw. Betreuungskraft möglichst immer dieselbe Person ist, dann müssen Sie bei der Auswahl des Anbieters darauf achten, dass es keine Personalrotationen gibt. Das ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Wieviel möchte ich in der Pflege selbst organisieren?

Bei der Wahl des Anbieters von Betreuungsleistungen ist das Ausmaß der Eigenverantwortung ein zentrales Entscheidungskriterium: viele Anbieter überlassen der Familie den Großteil der Organisation und stellen Anleitungen zur Verfügung, andere übernehmen die administrativen Belange (gewerberechtliche, melderechtliche, finanztechnische Meldungen) komplett. Besprechen Sie mit Angehörigen, wieviel Eigenverantwortung Sie sich diesbezüglich zumuten möchten.

 


 

Diese Fragestellungen sollen Ihnen eine erste Orientierungshilfe geben. Wichtig dabei ist, dass Sie stets Ihre eigenen Kapazitätsgrenzen im Blickwinkel behalten. Denn nur so können Sie eine langfristige, liebevolle Begleitung eines pflegebedürftigen Menschen sicherstellen.

perfekt-betreut, Februar 2018

20.11. UNICEF-Weltkindertag: Kinder in der Pflege

20.11. UNICEF-Weltkindertag: Kinder in der Pflege

Kinder und Jugendliche, die regelmäßig ein chronisch krankes Familienmitglied pflegen sind ein globales Phänomen. In Österreich ist der Situation pflegender Kinder und Jugendlicher bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Hilfen von außen, zum Beispiel durch Freunde oder eine Pflegeperson, nehmen Kinder nur selten an.

Der Status pflegendes Kind zeigt Auswirkungen in vielen Bereichen. Vor allem im Bereich der körperlichen Auswirkungen zeigt sich, dass pflegende Kinder deutlich öfter angeben unter Müdigkeit, Schlafproblemen, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen zu leiden. Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei den Merkmalen in Bezug auf die psychische Verfassung der Kinder. Pflegende Kinder geben viel häufiger an, dass sie sich über etwas Sorgen machen oder keinen unbeschwerten Alltag durchleben können. Dies legt den Schluss nahe, dass es pflegenden Kindern schwer fällt, eine unbeschwerte Kindheit zu erleben. Pflegende Kinder fühlen sich gegenüber nicht pflegenden Kindern erwachsener, was deutlich macht, dass Auswirkungen nicht ausschließlich negativ bewertet werden können.

Eine Studie im Auftrag des Sozialministeriums hat ehemalige pflegende Kinder befragt, die eine Reihe von Bereichen benennen konnten, in denen sie sich als Kinder oder Jugendliche Unterstützung gewünscht hätten: vor allem betrifft dies ein besseres Wissen über die Erkrankung und deren Symptome, die praktische Unterstützung im pflegerischen Alltag, vor allem bezogen auf körperlich anstrengende und ekelerregende Tätigkeiten. Viele wünschten sich aus heutiger Sicht, ein Maß an Beratung bezüglich der Organisation des Pflegealltags. Viele hätten sich aus heutiger Sicht eine Anlaufstelle für pflegerische Notfälle gewünscht und später auch einen Ort, an dem ihnen in besonderen Situationen wie Tod oder Trauer, geholfen wird.

Doch wohl jede/r hätte sich gewünscht, einfach zwischendurch Kind sein zu dürfen, ohne für jemanden anderen verantwortlich zu sein. Dieser Wunsch sollte als Auftrag an unsere Gesellschaft gesehen werden, denn Kinder sollen Kinder sein dürfen.

 Perfekt-betreut.at, November 2017

Unterstützung bei der Suche nach dem richtigen Pflegeheim

Unterstützung bei der Suche nach dem richtigen Pflegeheim

Ist man mit einem Pflegefall konfrontiert, so gilt es rasch große zu treffen: Pflege daheim oder Aufnahme in ein Pflegeheim? Welche Kosten kommen auf uns zu? Welches Heim würde in Frage kommen? etc.

Beratung zu Hause

Ob ein Heimplatz die geeignetste Variante ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: eine Entscheidung, die Zeit beansprucht und nicht ohne umfassende Information getroffen werden sollte. Der wohl wichtigste Faktor ist die Wunschvorstellung der betreuungsbedürftigen Person, trotzdem müssen auch finanzielle und organisatorische Faktoren stets berücksichtigt werden.

Diese Entscheidungsfindung müssen Betroffene nicht ohne Hilfe bestreiten. Perfekt-betreut.at bietet persönliche Beratung in der eigenen Wohnung, um die individuelle Situation in ruhiger, gewohnter Atmosphäre ausführlich besprechen zu können. Eine wertfreie und objektive Beratung ermöglicht eine strukturierte Abwägung, die zur Entscheidungsfindung herangezogen werden kann.

Heimbesichtigungen / Anmeldung

Heime bieten in regelmäßigen Abständen einen Tag der offenen Tür an. Perfekt-betreut.at begleitet Interessenten zu diesen Informationsveranstaltungen, damit sich diese ein umfassendes Bild machen können und die Möglichkeit haben, mit dem Personal in direkten Kontakt zu treten. Ist einmal der Entschluss für ein Heim gefallen, so muss die Anmeldung erledigt werden. Hierzu werden neben zahlreichen persönlichen Unterlagen auch ärztliche Atteste etc. verlangt. Können diese Wege nicht ohne Unterstützung erledigt werden, so wird auch hier die notwendige Hilfe angeboten, um rasch einen vollständigen Heimantrag einreichen zu können.

Damit die Weihnachtszeit zum Genuss wird

Damit die Weihnachtszeit zum Genuss wird

Auszeit als Schutz vor dem Kollaps

Die vorweihnachtliche Zeit ist bekannt für erhöhten Stresspegel: Weihnachtsgeschenke müssen besorgt werden, Kekse gebacken werden, die Dekoration darf auch nicht vergessen werden. Und natürlich wollen auch alle gut kulinarisch versorgt werden!

All das sind zusätzliche Aufgaben, die neben dem Alltag geleistet werden müssen. Schon  berufstätige Personen klagen über erhöhten Arbeitsaufwand – viele können sich daher die Situationen pflegender Angehöriger in dieser Zeit gar nicht vorstellen! Rasch wird so aus der an sich besinnlichen Zeit rasch ein Marathon von Verpflichtungen und notwendigen Erledigungen.

Gerade jetzt an eine Auszeit zu denken scheint auf den ersten Blick utopish und realitätsfremd. Doch sollte man gezielt über Entlastungsmöglichkeiten nachdenken: man muss ja nicht direkt in ein fernes Urlaubsland fahren, wie auf unserem Bild dargestellt, sondern kann sich gewisse Aufgaben mit anderen teilen. Wie im Beitrag von H24 ausgeführt, gibt es für pflegende Angehörige die Möglichkeit einer Ersatzpflege, die finanziell unterstützt wird. Diese Unterstützung ist nicht mit der Verpflichtung verbunden weit wegzufahren, sondern soll als Entlastung verstanden werden. Man gewinnt dadurch freie Zeit, die man in der Vorweihnachtszeit dringend für Besorgungen oder auch die Pflege von sozialen Kontakten benötigt.

Nehmen Sie sich die Zeit, um sich nach Möglichkeiten der Unterstützung zu informieren. Man muss nicht immer alle Situationen alleine bewältigen können. Machen Sie davon Gebrauch, denn ohne Ihre eigene Regeneration ist eine langfristige Pflege von angehörigen Personen nicht machbar.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie

für Wien: www.perfekt-betreut.at, +43 664 48 48 243, Mag. Wolfgang Kutschera

für die Steiermark: http://h24.co.at, +43 3452 75 430, Dr. Dieter Gruber

Urlaub trotz Pflege? Na dann erst recht!

Urlaub trotz Pflege? Na dann erst recht!

Pflegende Angehörige sollten sich selbst schützen, indem sie aktiv eine Pause von der Pflege machen. Am besten mit optimalem Erholungsfaktor, sprich auch einer örtlichen Distanz zur Situation zu Hause. Ob die Seele nun in einer Wanderregion, an einem Strand oder an einem Seeufer baumelt, wichtig ist dass man sicher erholen und ausspannen kann. Urlaub zu machen sollte nicht nur eine Option, sondern auch ein Grundprinzip sein. Denn Pflege kann man auch delegieren, und diese Hilfeleistung schützt vor Überforderung.

All jenen, die auf eine Auszeit wegen des „schlechten Bildes“, das ein solcher Urlaub entstehen lassen würden, verzichten, sei gesagt: es kann sich niemand in Ihre Situation versetzen und es weiß daher auch niemand welch körperlich und seelisch anstrengende Tätigkeiten Sie Tag für Tag verrichten! Niemand hat daher das Recht Ihnen Ratschläge diesbezüglich zu erteilen. Wer Pflege als Verantwortung des Einzelnen betrachtet, der hat nichts davon verstanden. Denn jemanden erfolgreich über längere Zeiträume zu pflegen bedarf stets einer Teamarbeit. Pflegt man bis zur eigenen Erschöpfung ohne Unterstützung, so hat man auf einen wichtigen Teil der Pflege vergessen: sie entsprechend zu organisieren.

Die Abwesenheit pflegender Angehöriger wird von öffentlicher Hand auch finanziell unterstützt, da auch die Politik erkannt hat, wie entscheidend eine Regenerationsphase für jede/n Einzelne/n für uns ist! Nehmen Sie diese Unterstützung an, und geben Sie den Zeichen Ihres eigenen Körpers mehr Gewicht als Zurufe von Nachbarn, Bekannten oder sonstigen Beobachtern.

Pflege ist schwierig, daher muss sie auch besprochen werden. Die IG Pflege bietet in Österreich zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch von Erfahrungen – sei es im Café oder beim Stammtisch pflegender Angehöriger. Gehen Sie dort hin, für die Zeit Ihrer Abwesenheit können Sie stundenweise Betreuung in Anspruch nehmen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen Erholung! Ganz egal wo und wie – die Länge der Erholung gibt Ihnen ohnehin Ihr Körper bekannt. Hören Sie darauf, und missachten Sie diese Signale nicht. Sie sind die Grundvoraussetzung für eine langfristig erfolgreiche Pflege unserer lieben Mitmenschen!