Weihnachten 2019

Weihnachten 2019

Wir möchten uns nicht nur bei unseren Betreuern bedanken, welche die Weihnachtsfeiertage weit weg von ihren Familien hier in Österreich bei ihren Patienten verbringen.

Unser Dank gilt auch ihren Angehörigen, die dieses Weihnachtsfest ohne die Mama oder den Papa, ohne den Ehemann oder die Ehefrau feiern müssen.

DANKE für Ihren Einsatz, der so vielen hilfsbedürftigen Menschen ein schönes Weihnachtsfest ermöglicht.

Pflegende Angehörige: Sie müssen nicht alles alleine schaffen!

Pflegende Angehörige: Sie müssen nicht alles alleine schaffen!

Pflege ändert lang eingespielte Rollenverhältnisse, Verantwortlichkeiten und Erwartungen: der Erwachsene wird zum Kind. Vielen Eltern ist das unangenehm, da sie ihren Kindern nicht zur Last fallen wollen. Oft verletzt es auch ihr Schamgefühl, vom eigenen Kind gepflegt, gewaschen oder mit Inkontinenzproduktion versorgt werden zu müssen.Dieser Rollentausch zwischen Eltern und Kinder ist für viele nicht leicht zu akzeptieren und wird als unnatürlich empfunden.

Beziehungen zueinander ändern sich

Daher ist es für viele pflegebedürftige Personen nicht leicht zu akzeptieren, dass sie zunehmend abhängig von Hilfeleistungen sind. Vor allem bei Demenzerkrankungen ist die Wesensveränderung eine zusätzliche Herausforderung, die die vertrauten Muster des Angehörigen und die Kommunikationsmöglichkeiten mit ihm stark verändern. In solchen Fällen haben die Pflegenden eventuell ständig dagegen zu kämpfen, dass der Pflegebedürftige sich gar nicht pflegen lassen möchte – eine Aufgabe, die viel Einfühlungsvermögen und Geduld erfordert.

Die Verantwortung der Pflegenden

Einerseits sind von Pflegenden Entscheidungen zu treffen, um das Patientenwohl der pflegebedürftigen Person sicherzustellen. Andererseits muss jedoch auch darauf geachtet werden, dass Autonomie und Würde, wo immer möglich, beibehalten werden. In dieser Situation den richtigen Mittelweg zu finden kann eine große Herausforderung darstellen. Dabei ist zu bedenken, dass manch pflegebedürftige Person vollständig in die Rolle des Hilflosen schlüpft, und sich sogar hilfloser verhält als notwendig. All das kann über einen längeren Zeitraum hinweg zu tiefen Konflikten, Frustration und negativen Emotionen führen. Stresssituationen können zudem dazu führen, dass alte familiäre Gewohnheiten und Verhaltensmuster wieder aufflackern und unerwartet zum Problem
werden.
Daher müssen beide Seiten Schritt für Schritt lernen, mit der neuen Beziehung und ihrer Rolle darin umzugehen und die Veränderungen zu akzeptieren und zuzulassen.

Negative Gefühle und ablehnende Gedanken dürfen sein

Dass derartige Situationen Stress und auch Unzufriedenheit mit sich bringen, ist selbstverständlich. Das fördert auch negative Gefühle und ablehnende Gedanken, oft wünscht man sich der Situation einfach entfliehen zu können. Viele pflegende Angehörige fühlen sich aufgrund dieser Gedanken schlecht, sie schämen sich und haben Schuldgefühle. Diese Gedanken und Gefühle sind jedoch keineswegs unangemessen, sondern müssen als ein Signal der Seele verstanden werden, ein Anzeichen für die eigene Überforderung. Es ist der Ruf nach etwas Abstand, nach Unterstützung. Oft sind diese Gedanken der Startpunkt für eine aktive Veränderung, da derartige Situationen als Dauerzustand nicht erträglich sind.

Hilfe ist legitim, wichtig, notwendig!

Hilfe von außen ist eine Notwendigkeit bei überfordernden Situationen. Dafür muss man sich weder schämen noch gekränkt sein, dass man nicht immer alles alleine schafft. Inwiefern man Hilfe in Anspruch nimmt, wie intensiv und wie regelmäßig man Unterstützung benötigt kann immer auf individueller Basis besprochen und organisiert werden. Die Betreuung in Form von Einzelstunden (zB Hilfe bei der Morgentoilette), eine Tagespflege (zB bei Berufstätigkeit pflegender Angehöriger) oder auch die rund-um-die-Uhr-Betreuung (24-Stunden-Pflege) bieten jeweils Möglichkeiten, die jenen Abstand zur Situation erlauben, die der eigene Körper und die eigene Seele benötigen.

Informieren Sie sich und holen Sie sich die Unterstützung, um auch langfristig Großartiges leisten zu können! Begegnen Sie einer herausfordernden Situation immer auch mit dem notwendigen Abstand, das ist Ihr eigener Schutz. Sie lassen dadurch niemanden im Stich, sondern tanken Energie für die Zukunft.

 

intl. Tag der Pflege am 12. Mai

intl. Tag der Pflege am 12. Mai

Heute ist der internationale Tag der Pflege. Ein schöner Anlass, all jenen Menschen zu danken, die sich um die Betreuung und Pflege bedürftiger Personen kümmern.

Pflege als berufliche Herausforderung

Wer sich für einen Beruf im Bereich der Pflege entscheidet, der entscheidet sich für viel Menschlichkeit und Zuwendung, gleichzeitig aber auch für Konflikte und schwierige Situationen – nicht weil man selbst schwierig ist, sondern weil verschiedene Situationen das automatisch mit sich bringen. Die Arbeit in der Pflege gilt als Herausforderung, aber auch als Bereicherung. Nachdem es unsere Aufgabe ist in ständigem Kontakt mit Pflegekräften und Pflegebedürftigen zu stehen erfahren auch wir, dass nicht jeden Tag die Sonne gleich hell scheint – doch die positiven und zusprechenden Rückmeldungen bestärken uns und unsere Pflegekräfte jeden Tag aufs Neue.

Pflege in der Freizeit

Doch nicht nur jenen ist heute zu danken, die Pflege zu ihrem Beruf gemacht haben, sondern auch all denjenigen, die pflegerische Tätigkeiten neben ihren beruflichen Verpflichtungen im Rahmen der Familie, beim Nachbarn oder sonstigen Bekannten verrichten. Pflege in der Freizeit ist kein Hobby, das man sich aussucht. Aber man kümmert sich aus Nächstenliebe, und weil man die pflegebedürftige Person nicht im Stich lassen will. Diese Werte sind für eine funktionierende Gesellschaft sehr wichtig und können nicht oft genug hervorgehoben werden.

In diesem Sinne ein großes DANKE !

Pflege in der Nacht

Pflege in der Nacht

Hilfe untertags zu erhalten ist kein Ding der Unmöglichkeit – ganz im Gegenteil: hier kann man aus zahlreichen Angeboten wählen. Doch eine Pflegeleistung auch spätabends in Anspruch nehmen zu können ist entscheidend schwieriger, da nicht viele Pflegedienste in Wien auch in der Nacht aktiv sind.

Unterstützung vor der Nachtruhe

Kommt man auch ohne eine ständige 24-Stunden-Pflege gut zurecht und benötigt man nur für gewisse Tätigkeiten eine Unterstützung durch eine Pflegekraft, so besteht die Möglichkeit der stundenweisen Pflege zu Hause. Das klingt gut, doch bei näherem Betrachten können die Dienstzeiten rasch zum Problem werden, da pflegebedürftige Personen vor allem auch spät abends (nach 20 Uhr) Hilfe benötigen. Vor allem die Körperpflege vor der Nachtruhe kann ohne entsprechender Hilfestellung nicht oder nur unzureichend ausgeführt werden.

Pflege mit hohen Abendzuschlägen – Vorsicht!

Da es nur wenige Anbieter in diesem Bereich gibt, ist ein Preisvergleich unbedingt ratsam! Natürlich ist es gerechtfertigt, dass Personenbetreuer und Pflegekräfte, die spät abends ihre Arbeit verrichten, einen Zuschlag aufgrund der fortgeschrittenen Stunde verrechnen. Dennoch sollte dieser Zuschlag nicht zu hoch ausfallen – am besten man vergleicht hier mit anderen Berufsgruppen und deren Verdiensten bzw. Nachtzuschlägen.

Zu empfehlen sind in diesem Fall telefonische Auskünfte einzuholen, um einen klaren Preisvergleich machen zu können. Am besten Sie lassen sich eine Pauschale ausrechnen (inkl. Fahrtkosten, „Vereinsgebühren“ etc.)!

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, so können Sie uns gerne kontaktieren.