Weltdiabetestag 2019

Weltdiabetestag 2019

Diabetes („Zuckerkrankheit“) ist mittlerweile zu einer Volkskrankheit geworden. Zurzeit gibt es in Österreich 600.000 Menschen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind. Im Jahr 2030 werden es in Österreich, vorsichtig geschätzt, mehr als 800.000 sein.

Warum steigen die Zahlen so rasant an? Grund dafür ist, dass der überwiegende Großteil aller Diabetiker Typ-2-Diabetiker sind. Hier spielt Übergewicht und Fettleibigkeit sowie Bewegungsmangel eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsentstehung, die auch sehr häufig im Alter auftritt. Als Folge sprechen die Körperzellen zunehmend schlechter auf das Hormon Insulin, das den Zucker aus dem Blut ins Zellinnere schleusen soll. Dazu kommt, dass Betroffene oftmals ein geschwächtes Immunsystem haben und somit häufiger an Infekten und Entzündungen leiden als gesunde Personen.

Daher ist es wichtig, den Blutzucker regelmäßig zu kontrollieren und zu regulieren. Denn Patienten mit einer unzureichenden Blutzuckereinstellung leiden deutlich öfter unter einer Infektion der Bronchien, Lunge, Haut, oder der Harnwege. Grund dafür ist, dass bei unzureichender Glucose-Regulierung die Immunantwort gehemmt wird und auch die oberen Hautschichten werden anfälliger für die Ansiedlung von Bakterien und Pilzen.

Die Kontrolle der Blutzuckerspiegels mittels kapillarer Blutentnahme kann als delegierte Tätigkeit von Heimhilfen wahrgenommen werden. Wir kümmern uns um die notwendigen Schritte, damit eine regelmäßige und zuverlässige Blutzuckerkontrolle gewährleistet ist.

perfekt-betreut.at, November 2019

Depression bei Diabetikern

Depression bei Diabetikern

Diabetes und Depression – eine gefährliche Kombination

Rund ein Viertel aller an Diabetes Erkrankter leidet an depressiven Verstimmungen. Das ist in dieser Kombination gefährlich, da depressive Verstimmungen nicht nur die Lebensqualität verschlechtern, sondern auch das Risiko für einen ungünstigen Verlauf des Diabetes erhöhen.

Wer an Diabetes leidet, muss lernen, seinen Alltag der Krankheit anzupassen. Nicht selten leiden Diabetikerinnen und Diabetiker darunter, dass die Krankheit ihren Tagesablauf bestimmt. Nach aktuellen Schätzungen verspürt rund ein Viertel der Diabetes-Patienten depressive Verstimmungen, und etwa jeder zehnte Diabetiker leidet bereits an Depressionen. Dies kann schwerwiegende Folgen haben, denn Menschen mit Diabetes und Depressionen können den Anforderungen einer Diabetesbehandlung weniger gut gerecht werden. Wer eine gedrückte Stimmung hat, sich antriebslos fühlt, der kann oftmals die Diabetestherapie nicht bewältigen. Ausreichende Bewegung wird in diesen Gemütszuständen meist vernachlässigt. Daher sind depressive Diabetiker deutlich größeren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Ihre Lebenserwartung ist geringer als die von psychisch gesunden Diabetes-Patienten.

Damit depressive Diabetiker ihren Blutzucker auf Dauer in den Griff bekommen, sollten die Depressionen gezielt behandelt werden.

Behandlung von Depressionen

Depressionen können bei der Mehrheit der Patienten erfolgreich behandelt werden. In Frage kommen eine medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva und ergänzend eine Psychotherapie. In Studien über die Wirksamkeit zeigten sich leichte Vorteile durch zusätzliche Psychotherapie, insbesondere eine sorgfältigere Anwendung der Medikamente.

  • Die Psychotherapie besteht in einem Gespräch zwischen Therapeut und Patient. Häufig erfolgt die Gabe von Antidepressiva durch den Hausarzt oder Psychiater vor und während einer Psychotherapie.
  • Eine Kombination von Psychotherapie und medikamentöser Behandlung kann von Ärzten (i. d. R. von Fachärzten für Psychiatrie oder Psychosomatik, teilweise auch von Allgemeinmedizinern und anderen Fachrichtungen) mit psychotherapeutischer Weiterbildung, oder von einer Kooperation von Ärzten und Psychotherapeuten ambulant oder in psychiatrischen Kliniken bzw. Fachkrankenhäusern durchgeführt werden

 

Quelle: http://www.netdoktor.de/news/diabetes-hoher-blutzucker-schlaegt-aufs-gemuet/

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