24 Stunden Betreuung: Erfahrungen in Wien

24 Stunden Betreuung: Erfahrungen in Wien

Wir begleiten Betreuungsverhältnisse in der 24 Stunden Betreuung nun schon seit 5 Jahren – die meisten unserer Klienten sind im Stadtgebiet von Wien zu Hause. Ist Wien auch im Bereich der Betreuung und Pflege anders? Wir finden ja, denn oft entscheiden Faktoren wie der begrenzte Wohnraum bei der Auswahl nach der optimalen Betreuung mit.

 

Ein breites Agenbot für Senioren

In der Bundeshauptstadt Wien gibt es zahlreiche Angebote für Senioren – von Tageszentren über Seniorenclubs bis hin zur Betreuung im Eigenheim. Die Versorgungsdichte ist hoch, und so stehen auch meist mehrere Alternativen für eine optimale Betreuung zur Auswahl. Dies ist mit Sicherheit ein Vorteil im Vergleich zum Angebot in ländlichen Regionen, wo die seniorenspezifische Infrastruktur naturgemäß weniger stark ausgebaut ist und rasch längere Distanzen zurückzulegen sind. Nicht nur der exzellent ausgebaute öffentliche Verkehr bietet in Wien Senioren die Möglichkeit mobil zu sein, auch das Taxinetz sorgt dafür, dass man rasch jeden Winkel der Stadt erreichen kann.

Begrenzter Wohnraum

In Wien ist, wie in jeder Großstadt, der Wohnraum sehr kostspielig. Daher beeinflusst die Wohnungsgröße häufig auch die Wahl einer Betreuungsform – insbesondere der Möglichkeit einer 24 Stunden Betreuung, da für hierfür ein separates Zimmer für das Betreuungspersonal gesetzlich vorgesehen ist. In den meisten Fällen wird eine Lösung durch Schaffung räumlicher Trennung gefunden, manchmal sind jedoch tatsächlich nur alternative Betreuungsformen möglich.

Beliebter Arbeitsort für das Betreuungspersonal

Wenn man Betreuerinnen und Betreuern Stellen in Wien anbietet, so wird dies in den meisten Fällen als Pluspunkt gewertet: viele Pflegekräfte möchten in Wien nicht nur aufgrund der städtischen Struktur arbeiten, sondern sie schätzen auch die Nähe der Bundeshauptstadt zu ihrer Heimat. An- und Abreise sind somit deutlich kürzer als in die westlichen Bundesländer. Auch die Transportunternehmen aus den Heimatländern bedienen praktisch allesamt Wien – ein Vorteil bezüglich Flexibilität und Zeitersparnis.

Viele Anbieter erschweren Überblick zu bewahren

Dass die mit Abstand größte Stadt des Landes auch zahlreiche Anbieter in der Seniorenbetreuung anzieht, verwunder nicht. Viele engagierte Organisationen im Bereich der Betreuung wie auch Hauskrankenpflege bemühen sich um qualitativ hochwertige Dienstleistungen, investieren in die Ausbildung ihrer Betreuungskräfte und sind in ihrer Funktion als Entlastung für Angehörige wie auch als Alternative zu stationären Betreuungsformen eine verlässliche Stütze der Gesellschaft. Gleichzeitig gibt es leider auch immer wieder Anbieter, die Betreuungsleistungen zu vermeintlich unschlagbar niedrigen Preisen anbieten. Darunter leidet natürlich auch die Qualität und Betreuung wird oft zur Belastung. Daher ist es bei einem breiten Angebot umso wichtiger, dass gut selektiert und abgewogen wird, damit die Leistung auch den Anforderungen entspricht.

perfekt-betreut, März 2019

3 grundlegende Pfeiler einer gelungenen Seniorenbetreuung

3 grundlegende Pfeiler einer gelungenen Seniorenbetreuung

Pflege und Betreuung sind intime Dienstleistungen, eine gewissse Vertrauensbasis ist daher Grundvoraussetzung. Wir widmen uns heute den 3 Prinzipien, die sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie auf der Suche nach einer Pflegekraft sind. Egal ob nur einige Stunden am Tag oder in der Woche, oder die durchgängige 24h Pflege – die Basis muss stimmen!

Betreuung braucht Zeit

Das wohl größte Problem in der Seniorenpflege ist der Zeitmangel. In vielen Betreuungseinrichtungen kann sich das Personal daher nur auf das Notwendigste beschränken: Verbandswechsel, Körperpflege, Essensaufnahme, Überwachung des Gesundheitszustands. Für eine längere Konversation oder ein gemeinsames Gesellschaftsspiel bleibt meist keine Zeit. Doch genau dieser Faktor ist sehr wichtig im Bereich der Altenpflege: durch Konversation und der aktiven Beschäftigung mit Patienten fordert man diese und regt dadurch physische und psychische Mechanismen an, die das Wohlbefinden steigern. Alleine das Gefühl in Gesellschaft zu sein und zu wissen, dass sich jemand Zeit nimmt um zu plaudern oder gemeinsam einen Spaziergang zu machen lässt den Tag ganz anders erleben. Chronischer Zeitmangel hingegen kann schnell zur Frustration führen, die als Folge von permanenter Langeweile zu verstehen ist. Menschen fühlen sich von der Gesellschaft nicht mehr akzeptiert und sehen sich selbst oft als Störfaktor – eine bedenkliche Entwicklung. Eine aktive Gestaltung des Alltags muss vielmehr als Vorbeugung, als Prophylaxe negativer Auswirkungen verstanden werden!

Betreuung muss individuell sein

Jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter, und danach muss auch die Pflege am Menschen ausgerichtet sein. Nicht jede/r möchte täglich spazieren gehen, für andere ist eine regelmäßige Runde im Freien Pflicht. Oft in der Natur zu sein erzeugt bei vielen Menschen ein Gefühl der Zufriedenheit und inneren Ruhe, andere brauchen das nicht. Bei ihnen kann man diesen Gefühlszustand vielleicht durch Musik oder einen Familienbesuch hervorrufen. Das gilt es auszuprobieren, teilweise auch dadurch, dass von Seiten der Betreuung aktive Vorschläge und Überlegungen gemacht werden. Pflege bedeutet nicht nur Harmonie, sondern auch Forderung. So werden auch Patienten mit Situationen konfrontiert, die ihnen nicht immer behagen. Aber das ist in einer zwischenmenschlichen Beziehung etwas ganz Natürliches, darauf müssen sich beide Seiten einlassen.

Pflege ist intim und braucht daher Vertrauen

Betreuung kann langfristig nur dann erfolgreich sein, wenn Vertrauen erarbeitet wurde. Vertrauen der betreuungsbedürftigen Person, dass man sich auf die Pflegekraft verlassen kann, dass sie um die Bedürfnisse und Wünsche Bescheid weiß und danach handelt. Aber auch in die andere Richtung muss Vertrauen gegeben sein, daher ist von beiden Seiten eine offene und ehrliche Kommunikation unerlässlich. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass die Anzahl der Betreuerwechsel so gering wie möglich gehalten wird. Jeder wird mal krank oder möchte auch gerne ein paar Wochen lang auf Urlaub gehen, das ist ganz normal. Nur sollte in der restlichen Zeit darauf geachtet werden, dass es zu keinem vermeidbaren Betreuerwechsel kommt, denn das verhindert oft, dass Vertrauen in die Betreuung einzieht und dieses Verhältnis festigt.

Tatsächlich ist der häufige Wechsel von Betreuungspersonen ein zentraler Kritikpunkt vieler Anbieter. Vor allem große Organisationen sind aufgrund ihrer Personalstruktur oft nicht in der Lage auf diesen Wunsch einzugehen. Für kleine private Pflegeagenturen ist diese Arbeitsweise jedoch ein zentrales Anliegen, die Umsetzung funktioniert alleine aufgrund der viel intensiveren Beziehung zwischen Patient, Betreuer/in und Agentur meist reibungslos. So ist es nicht nur bei der 24h Pflege, sondern auch im Bereich der stundenweisen Betreuung primäres Ziel ein vertrautes Betreuungsverhältnis langfristig sicherzustellen.

perfekt-betreut.at, Juli 2016