Demenz bringt viel Ungewissheit

Mittels Medien wird Aufklärung betrieben, trotzdem besteht noch viel Unklarheit über diese Krankheit. Die Demenz, ein neurodegeneratives Krankheitsbild, das irrreversibel ist. Lateinisch übersetzt bedeutet Demenz „ohne Geist“ bzw. Mens „ohne Verstand“ und der mittlerweile veraltete Begriff „Senilität“ war lange Zeit Ausdruck für das Vorliegen einer Demenz. Unter dem Begriff seniler Demenz versteht man heutzutage den Abbau geistiger Funktionen, die im Alter einsetzen. Die Krankheit beginnt meist schleichend und führt allmählich zu einem Verlust von Hirnsubstanz (Gehirnschwund, Hirnatrophie), der über das durchschnittliche Altersmaß hinausgeht. Nach und nach sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Bis heute unheilbar, führt die Demenz letztendlich zum Tod.

Beschreibung der Demenz

Zu Beginn der Krankheit dominieren vor allem Gedächtnisstörungen. Es kommt zu einem Defizit von kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten; ein allmählicher Verlust der funktionellen Autonomie, der Verlust von Alltagsfertigkeiten, meist mit daraus resultierenden Verhaltensauffälligkeiten. Persönlichkeitsveränderungen stellen sich ein, gefolgt von Verwirrung, Reizbarkeit und einer Verschlechterung der Sprachfähigkeit. Motorische Probleme treten auf, die den Menschen seiner körperlichen Bewegungsfreiheit berauben. Letztendlich sind einfache Reaktionen wie Schlucken oder die Kontrolle der Blase schwierig.

Häufigkeit

Derzeit gibt es rund 130.000 Demenzkranke in Österreich, zwei Drittel davon sind Frauen. Da die Lebenserwartung der österreichischen Bevölkerung steigt, wird sich die Zahl der Demenzpatient/innen bis 2050 auf bis zu 270.000 erhöhen, also nahezu verdreifachen. Im Jahr 2050 könnte jede/r zwölfte Österreicherin/Österreicher über 60 dement sein. (Erster Demenzbericht der WGKK) Weltweit leiden 47 Millionen Menschen an Demenz (WHO-Ministerkonferenz).

Die Häufigkeit zeichnet sich mit einem Anstieg ab ca. 60 Jahren ab. Die Statistiken zeigen einen graduellen Verlauf nach oben, wobei den höchsten Prozentsatz die Altersgruppe ab 80 Jahren betrifft. Eine Ausnahme stellt die familiär bedingte Alzheimer-Demenz dar, die bereits schon ab 30 Jahren auftreten kann. Der Frauenanteil liegt um 10 bis 20 Prozent höher, als der Männeranteil.

Gabriele Harbich, dipl. Gedächtnistrainern

perfekt-betreut.at, Jänner 2017

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2 Gedanken zu “Demenz – Krankheit des Vergessens: Häufigkeit, Beschreibung

  1. Hat dies auf 24-STUNDEN-BETREUUNG rebloggt und kommentierte:
    Eine sehr gute und prägnante Zusammenfassung von Gabriele auf perfekt-betreut.at.
    Leider wird häufig viel zu lange gewartet, bis man die Symptome der „Altersvergesslichkeit“ ernst zu nehmen beginnt. Denn gerade bei Demenz und seiner Form Alzheimer ist Früherkennung von besonderer Bedeutung für die rechtzeitige Behandlung und den positiven Krankheitsverlauf.

    Gefällt 1 Person

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