Einfach da sein? Das reicht schon lange nicht mehr!

Personen zu betreuen ist mit reichlich Verantwortung verbunden. In den meisten Fällen ist man mit dem pflegebedürftigen Menschen allein, dessen Zustand sich mal verbessert, mal verschlechtert. Oft  ist es keine leichte Aufgabe, Notsituationen richtig einzuschätzen und adäquat darauf zu reagieren. Dafür benötigt man viel Erfahrung, viel Einfühlungsvermögen und vor allem Achtsamkeit.

Kein Betreuungsfall ist einfach, denn Krankheiten können sich schlagartig ändern, man steht ständig vor neuen Herausforderungen. Manchmal muss alles rasch gehen, in anderen Situationen mag der Patient die Schnelligkeit als Stressfaktor empfinden, den es zu vermeiden gilt. Auch Stimmungsschwankungen, die viele (vor allem dementielle) Erkrankungen begleiten, können zu einer psychischen Belastungskomponente in der Betreuung werden. Der Verlauf einer Krankheit kann diese Nebenerscheinungen mit sich bringen – häufig wird man nicht mit der Dankbarkeit belohnt, die man sich in einem normalen Umfeld erwarten würde.

Dokumentation darf nicht unterschätzt werden!

Während Dokumentation im medizinischen Bereich und in der stationären Pflege ausgereift scheint, wird sie in der häuslichen Betreuung oft noch vernachlässigt. Ein schweres Defizit, das es aufzuholen gilt. Einerseits besteht die gesetzliche Pflicht der Dokumentation, andererseits wird dies in der Praxis oft nur unregelmäßig ausgeführt. Hier fehlt vielerorts noch das Bewusstsein, dass das Dokumentieren zur eigenen Absicherung der Personenbetreuer dient. Kommt es etwa zu gesundheitlichen Problemen wegen mangelnder Flüssigkeitsaufnahme, so sind die dokumentierten Anstrengungen der Personenbetreuer von großem Vorteil. Auch bei anderen körperlichen Phänomenen (zB allergische Reaktion) kann es nicht schaden, wenn man die Essensgewohnheiten des Patienten schriftlich festgehalten hat.

Personenbetreuung ist kein leicht verdientes Geld, sondern ein Beruf mit viel Verantwortung, inklusive sämtlicher Administration, die eben dazugehört. Vermeintlich leichte Betreuungsplätze können sich rasch wandeln, ein Personenbetreuer muss damit ständig rechnen. Wir schätzen die Arbeit, die von Personenbetreuern erbracht wird sehr und setzen uns für mehr Achtung und Wertschätzung dieser Tätigkeit ein.

perfekt-betreut.at

Ein Gedanke zu “Verantwortung in der Personenbetreuung

  1. Hat dies auf 24-STUNDEN-BETREUUNG rebloggt und kommentierte:
    Mehr Achtung und Wertschätzung für PersonenbetreuerInnen! Eine Tätigkeit die viele, weit entfernt von ihren Familien, mit Hingabe leisten. Begegnen wir ihnen mit Respekt und Wertschätzung. Und vielleicht gelingt es, über Kleinigkeiten hinwegzusehen. Viele von ihnen geben ihr Bestes!

    Und auch als seriöse Vermittlungsagentur verdient man sich sein Geld nicht immer leicht. Wie viele Wünsche kommen täglich auf einen zu, von Klienten und BetreuerInnen, gleichermaßen. Und nur wenn alle zufrieden sind, weiß man, dass man seinen Job gut gemacht hat. Und das kann manchmal bis spät in die Nacht dauern.

    Wir von H24 danken Wolfgang Kutschera von perfekt-betreut für diesen Beitrag. Und wir danken auch unseren Klienten für das Vertrauen in uns und unseren Betreuerinnen und Betreuern für die unglaubliche Arbeit, die sie jeden Tag verrichten!!

    Liken

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