Bei der Pflege und Personenbetreuung steht das leibliche Wohl im Vordergrund. Man achtet darauf, dass der Körper bekommt was er braucht (genügend Flüssigkeit, entsprechende Medikamente, etwas Frischluft etc.). Oft wird jedoch auf die psychische Komponente vergessen! Auch pflegebedürftige Personen benötigen Abwechslung.

Langeweile macht krank

Jeder hat sie schon mal erlebt: die Langeweile. Sie ist mühsam, und meist möchte man aus ihr entfliehen. Manchmal ist sie auch erwünscht, dann darf sie eine Zeit lang bleiben. Doch gesunde Menschen haben kein Problem aus ihr zu entkommen – denn zu tun gibt es immer was.

Pflegebedürftigkeit macht das Entfliehen aus Langeweile um einiges schwieriger. Denn man ist angewiesen an andere Personen, die für Abwechslung sorgen. Hat niemand Zeit, so vergeht die Zeit auch dementsprechend langsam. Langeweile zieht in den Alltag ein, man gewöhnt sich auch ein Stück weit daran und wird dadurch träge – in allem was man tut. Ist man an diesem Punkt angelangt, so ist höchster Handlungsbedarf gegeben – denn Langeweile kann schnell krank machen!

Lustlosigkeit und fehlender Antrieb sind Vorboten von schwereren physischen Leiden, die sich durch einen monotonen Alltag am eigenen Körper bemerkbar machen. Daher ist es wichtig, sich geistig fit zu halten, einem Hobby nachzugehen oder Neues für sich zu entdecken. Es gibt zahlreiche Seniorenklubs, die vor Isolation und Einsamkeit schützen.

Lässt die Pflegebedürftigkeit derartige Tätigkeiten nicht zu, so sollte man sich unbedingt darum kümmern, dass man ein Pflegeform für sich wählt, die für Abwechslung sorgt! Auch wenn man einmal dagegen ist oder lieber etwas anderes im Moment machen würde, so ist es doch meist eine Bereicherung sich auf diese Konfrontation einzulassen. Denn Langeweile ist das Burn Out der Senioren, wie die WELT in einem ihrer Artikel treffend beschreibt.

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