Die „richtige Betreuerin“ ist immer abhängig vom Krankheitsbild und vom Patienten. Habe ich es mit einem bettlägerigen Patienten zu tun, der 100 kg oder mehr auf die Waage bringt, so ist eine zarte Betreuerin trotz sehr guter Deutschkenntnisse und Einfühlvermögen fehl am Platz. Andererseits muss man bei Demenzerkrankungen darauf achten, dass die Deutschkenntnisse wirklich ausreichend sind. Man darf nicht vergessen, dass Personenbetreuer auch eine Gesellschaftsfunktion erfüllen sollen – ein Brettspiel am Nachmittag oder ein netter Plausch beim Spaziergang etc.

Zum Thema Ausbildung ist zu sagen, dass es leider nach wie vor keine geregelten Ausbildungsinhalte gibt. Personenbetreuer bringen in der Regel ein Kurszertifikat mit, was hier gelehrt wurde steht aber leider in den Sternen. Worauf viel mehr zu achten ist, ist die Erfahrung. Patienten mit erhöhtem Pflegebedarf sollte niemals eine Anfängerin zur Seite gestellt werden. Bei weniger gravierenden Fällen kann dies wiederum ein Vorteil sein. Diese Abwägungen muss ein Vermittler treffen, und daher ist es auch wichtig, dass der Vermittler über die Person Bescheid weiß, welche die Betreuung letztendlich wahrnimmt. Ich würde daher von Agenturen, die ihrerseits wieder mit anderen Agenturen zusammenarbeiten, abraten. Denn in diesen Fällen kann der Vermittler auch nur die Personen akzeptieren, die er von der Zweitagentur bekommt.

Video: die richtige Auswahl der Personenbetreuerin

thumb 3

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s